Zwei-Faktor-Authentifizierung: So funktioniert 2FA Kurz erklärt Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) verlangt beim Anmelden neben dem Passwort einen zweiten, unabhängigen Nachweis. Selbst ein gestohlenes Passwort reicht Angreifenden dann nicht mehr aus. Wie funktioniert die Zwei-Faktor-Authentifizierung? Die beiden Faktoren stammen aus unterschiedlichen Kategorien: etwas, das Sie wissen (Passwort oder PIN), etwas, das Sie besitzen (Smartphone, Sicherheitsschlüssel), oder etwas, das Sie sind (Fingerabdruck, Gesicht). Werden mehr als zwei Faktoren kombiniert, spricht man von Mehr-Faktor-Authentifizierung (MFA). Verfahren im Vergleich VerfahrenEinschätzungCode per SMSBesser als nichts, aber anfällig für UmleitungAuthenticator-AppGute Sicherheit, einfach im AlltagSicherheitsschlüssel (FIDO2)Sehr sicher, auch gegen Phishing Grenzen der Zwei-Faktor-Authentifizierung Auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung lässt sich austricksen. Angreifende bombardieren Nutzende mit Push-Anfragen, bis jemand genervt bestätigt (MFA-Fatigue), oder fragen den Code am Telefon ab. Die Regel lautet daher: Bestätigen Sie nur Anmeldungen, die Sie selbst gerade ausgelöst haben, und geben Sie Codes niemals weiter. Wie Beschäftigte Passwortmanager und MFA richtig nutzen, zeigt die Passwortsicherheit Schulung. Technische Details zu den Verfahren erklärt Wikipedia zur Zwei-Faktor-Authentisierung. Beispiel aus der Praxis Eine Person aus dem Vertrieb nutzt für das eigene Firmenkonto dasselbe Passwort wie für einen privaten Onlineshop. Nach einem Datenleck beim Shop probieren Angreifende die Kombination beim Firmenkonto aus. Weil dort ein zweiter Faktor aktiv ist, erscheint nur eine Push-Anfrage, die die Person ablehnt und meldet. Das Passwort wird sofort geändert, ein Schaden entsteht nicht. Ohne zweiten Faktor hätten die Angreifenden freien Zugriff auf Kundendaten und Angebote gehabt. Verwandte Begriffe Schatten-IT, Spoofing und TOMs im Datenschutz. Weitere Begriffe finden Sie im Security-Awareness-Glossar. Häufig gestellte Fragen Ist 2FA dasselbe wie MFA?2FA nutzt genau zwei Faktoren, MFA mindestens zwei. Im Alltag werden beide Begriffe oft gleich verwendet. Welches 2FA-Verfahren ist am sichersten?Hardware-Sicherheitsschlüssel nach dem FIDO2-Standard gelten als am sichersten, weil sie auch gegen gefälschte Anmeldeseiten schützen. Was tun bei einer Push-Anfrage, die ich nicht ausgelöst habe?Ablehnen und sofort die IT informieren. Eine unerwartete Anfrage bedeutet meist, dass jemand Ihr Passwort bereits kennt.