Privacy by Design und Privacy by Default erklärt Kurz erklärt Privacy by Design bedeutet, dass Datenschutz bereits bei der Planung von Produkten, Prozessen und IT-Systemen berücksichtigt wird. Ergänzt wird es durch Privacy by Default: Die Voreinstellungen müssen so gewählt sein, dass nur die nötigen Daten verarbeitet werden. Was die DSGVO verlangt Art. 25 DSGVO verpflichtet Unternehmen, Datenschutz durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen umzusetzen. Das gilt nicht nur für Softwareentwicklung, sondern auch für die Auswahl von Tools und die Gestaltung von Abläufen. 5 Praxisbeispiele Formulare fragen nur die wirklich nötigen Angaben ab Profile sind standardmäßig nicht öffentlich sichtbar Daten werden automatisch nach festen Fristen gelöscht Auswertungen erfolgen pseudonymisiert oder anonymisiert Zugriffsrechte richten sich nach Rollen Privacy by Design auf einen Blick MerkmalBeschreibungRechtsgrundlageArt. 25 DSGVOPrivacy by DefaultDatenschutzfreundliche VoreinstellungenZeitpunktSchon bei Planung und AuswahlBezugTOMs, Löschkonzept, Folgenabschätzung Warum das für die Tool-Auswahl wichtig ist Wer neue Software einkauft, ist für deren datenschutzfreundliche Nutzung verantwortlich. Fragen Sie deshalb schon im Auswahlprozess nach Rollenrechten, Löschfunktionen und Hosting. Für Lernplattformen zeigt der Beitrag LMS und DSGVO, welche Punkte Sie prüfen sollten. Auch die datenschutzkonforme Weiterbildung profitiert davon. Beispiel aus der Praxis Eine Personalabteilung führt ein Feedback-Tool ein. Die Standardeinstellung zeigt Namen bei jeder Rückmeldung. Nach dem Prinzip Privacy by Default stellt das Projektteam auf anonyme Rückmeldungen um und blendet Ergebnisse erst ab fünf Antworten pro Team ein. Die Beteiligung steigt, und Rückschlüsse auf Einzelne sind ausgeschlossen. Verwandte Begriffe Datenschutz-Folgenabschätzung, Löschkonzept und TOMs im Datenschutz. Weitere Begriffe finden Sie im Datenschutz-Glossar. Häufig gestellte Fragen Was ist der Unterschied zwischen Privacy by Design und Privacy by Default?Privacy by Design betrifft die Gestaltung von Systemen und Prozessen. Privacy by Default betrifft die Voreinstellungen, die ohne Zutun der Nutzenden datenschutzfreundlich sein müssen. Gilt Privacy by Design auch für gekaufte Software?Ja. Das Unternehmen muss Software so auswählen und einstellen, dass die Anforderungen erfüllt werden. Wie weisen Unternehmen Privacy by Design nach?Durch Dokumentation der Auswahlentscheidungen, Einstellungen und technischen Maßnahmen, etwa im Verarbeitungsverzeichnis.