Single Sign-On (SSO): Definition, Ablauf und Vorteile Kurz erklärt Single Sign-On (SSO) ist ein Anmeldeverfahren, bei dem sich Nutzende einmal mit ihrem Firmenkonto anmelden und danach ohne weitere Passworteingabe auf mehrere Anwendungen zugreifen, etwa auf E-Mail, Intranet und Lernplattform. So funktioniert Single Sign-On Beim Single Sign-On prüft nicht jede Anwendung selbst das Passwort. Diese Aufgabe übernimmt ein zentraler Identitätsdienst, der Identity Provider (IdP). Typische Identity Provider in Unternehmen sind Microsoft Entra ID (früher Azure Active Directory), Google Workspace oder Okta. Die Person ruft eine Anwendung auf, zum Beispiel das LMS. Die Anwendung leitet zur Anmeldung beim Identity Provider weiter. Der Identity Provider prüft die Zugangsdaten, idealerweise mit zweitem Faktor. Er bestätigt der Anwendung die Identität über ein signiertes Token. Die Person ist angemeldet, ohne ein weiteres Passwort einzugeben. Gängige SSO-Protokolle ProtokollEinsatzSAML 2.0Weit verbreitet bei Unternehmenssoftware, XML-basiertOpenID Connect (OIDC)Moderner Standard auf Basis von OAuth 2.0, häufig bei Cloud-AnwendungenOAuth 2.0Regelt Berechtigungen, wird für die Anmeldung meist zusammen mit OIDC genutzt Vorteile und Risiken Für Beschäftigte entfällt das Merken vieler Passwörter. Die IT verwaltet Zugänge an einer Stelle: Wird ein Konto beim Austritt deaktiviert, ist der Zugriff auf alle angebundenen Anwendungen gesperrt. Das senkt Aufwand im Support und schließt Lücken im Offboarding. Das zentrale Konto wird damit allerdings zum attraktiven Angriffsziel. Kombinieren Sie SSO deshalb immer mit Zwei-Faktor-Authentifizierung und schulen Sie Mitarbeitende darin, Phishing zu erkennen, denn gefälschte Anmeldeseiten zielen genau auf diese Zugangsdaten. Single Sign-On im LMS Bei Lernplattformen sorgt SSO dafür, dass Mitarbeitende Pflichtschulungen ohne eigenes Passwort starten. Das erhöht die Teilnahme und vereinfacht die Verwaltung. Wie Sie SSO in reteach einrichten, zeigt das Hilfecenter für Microsoft Entra ID (Azure AD) und für OpenID Connect. Weitere Schnittstellen beschreibt der Beitrag zur LMS-Integration. Verwandte Begriffe Zwei-Faktor-Authentifizierung, Schatten-IT und LCMS. Weitere Begriffe finden Sie im E-Learning-Glossar. Häufig gestellte Fragen Ist Single Sign-On sicher?Ja, wenn das zentrale Konto mit einem zweiten Faktor geschützt ist. Ohne zweiten Faktor reicht ein gestohlenes Passwort für den Zugriff auf viele Anwendungen. Was ist der Unterschied zwischen SSO und einem Passwortmanager?Ein Passwortmanager speichert viele einzelne Passwörter. Bei SSO gibt es nur noch eine Anmeldung, die Anwendungen vertrauen dem Identity Provider. Brauche ich für SSO ein Microsoft-Konto?Nein. SSO funktioniert mit jedem Identity Provider, der SAML oder OpenID Connect unterstützt, Microsoft Entra ID ist nur ein verbreitetes Beispiel.