Trojaner: Wie getarnte Schadsoftware funktioniert Kurz erklärt Ein Trojaner ist Schadsoftware, die sich als harmloses oder nützliches Programm ausgibt. Im Hintergrund öffnet er Angreifenden einen Zugang, stiehlt Daten oder lädt weitere Schadsoftware nach. Woher der Name stammt Der Name geht auf das Trojanische Pferd der griechischen Sage zurück: ein Geschenk, in dem sich Angreifende verstecken. Genau so arbeitet diese Schadsoftware. Sie kommt als Rechnung, Bewerbung, Update oder kostenloses Tool und wird von den Opfern selbst gestartet. Typische Arten Backdoor-Trojaner: verschaffen dauerhaften Fernzugriff Banking-Trojaner: greifen Zugangsdaten zum Onlinebanking ab Downloader: laden weitere Schadsoftware wie Ransomware nach Infostealer: sammeln gespeicherte Passwörter und Browserdaten Trojaner auf einen Blick MerkmalBeschreibungTarnungScheinbar nützliche Datei oder AppVerbreitungE-Mail-Anhänge, gefälschte Downloads, manipulierte WerbungUnterschied zum VirusVerbreitet sich nicht selbst, braucht einen KlickSchutzFreigegebene Softwarequellen, Updates, Vorsicht bei Anhängen So schützen Sie sich Weil diese Schadsoftware auf die Mithilfe der Opfer angewiesen ist, wirkt Aufmerksamkeit besonders gut. Prüfen Sie unerwartete Anhänge über einen bekannten Kontaktweg, laden Sie Software nur aus freigegebenen Quellen und melden Sie Auffälligkeiten früh. Mehr zur Geschichte und Technik liefert Wikipedia zum Trojanischen Pferd. Beispiel aus der Praxis Die Personalabteilung erhält eine Bewerbung mit einem passwortgeschützten ZIP-Archiv, das Passwort steht in der Mail. Genau dieser Trick soll den Virenscanner umgehen. Im Archiv steckt eine Datei, die wie ein PDF aussieht, aber ein Programm ist. Wer Bewerbungen nur über ein Bewerbungsportal annimmt und Archive mit Passwort grundsätzlich prüfen lässt, nimmt solchen Angriffen den Boden. Verwandte Begriffe Malware, Spoofing und Phishing erkennen. Weitere Begriffe finden Sie im Security-Awareness-Glossar. Häufig gestellte Fragen Was ist der Unterschied zwischen Trojaner und Virus?Ein Virus verbreitet sich selbstständig weiter. Ein Trojaner braucht dagegen eine Person, die ihn öffnet, weil er sich als nützliches Programm tarnt. Erkennt ein Virenschutz jeden Trojaner?Nein. Neue oder gezielt angepasste Varianten bleiben oft eine Weile unentdeckt. Vorsichtiges Verhalten bleibt deshalb wichtig. Woran erkenne ich einen Trojaner im Anhang?Warnzeichen sind unerwartete Anhänge, Druck zur schnellen Öffnung, Makro-Aufforderungen in Office-Dateien und ungewöhnliche Dateiendungen wie .exe oder .js.