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Übersicht

E-Learning-Software im Vergleich 2026: Arten, Anbieter und Kosten

Erstellt am: 16. Juli 2026
Zuletzt aktualisiert am: 16. Oktober 2026
Redaktion
Redaktion
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Frau vergleicht auf einem Tablet E-Learning-Software für Unternehmen

Wichtigste Erkenntnisse

  • Drei Begriffe, eine Kategorie: E-Learning-Software, Schulungsplattform und LMS meinen im Unternehmenskontext meist dasselbe. Autorentools und Content-Bibliotheken sind dagegen eigene Kategorien.
  • Der Markt ist breit gefächert: von schlanken KMU-Lösungen über content-starke Plattformen bis zu Enterprise-Suiten und Open Source. Das eine beste System gibt es nicht.
  • Der Grundpreis sagt wenig aus. Setup-Gebühren, Abrechnung nach aktiven Nutzenden, Content als Zusatzpaket und Funktionen hinter höheren Tarifen bestimmen die Gesamtkosten.
  • Rechnen Sie über die Vertragslaufzeit und mit der Nutzerzahl, die Sie im dritten Jahr erwarten, nicht mit der des Pilotjahrs.
  • Blended Learning stellt eigene Anforderungen: Präsenztermine, Anwesenheitslisten und die Verknüpfung von Online- und Vor-Ort-Anteilen kann nicht jede Plattform abbilden.
  • DSGVO-konformes Hosting in Deutschland oder der EU ist im DACH-Raum kein Extra, sondern Pflichtkriterium.

Onboarding, Pflichtschulungen, Produkttrainings, Weiterbildung: All das digital, zentral und nachweisbar zu organisieren, ist ohne die passende E-Learning-Software kaum noch machbar. Der Markt ist allerdings unübersichtlich, und die Begriffe Schulungsplattform, Lernplattform, Lernsoftware, LMS und LXP werden oft synonym verwendet, obwohl sie nicht immer dasselbe meinen.

Dieser Beitrag ordnet die Kategorien, vergleicht die wichtigsten Anbieter für Unternehmen und geht ausführlich auf die Frage ein, die im Auswahlprozess am häufigsten unterschätzt wird: Welche Kostenfallen treiben den Gesamtpreis, obwohl sie im Angebot nicht stehen?

Inhalt

1. Was ist E-Learning-Software und was eine Schulungsplattform?
2. Welche Arten von E-Learning-Software gibt es?
3. E-Learning-Software im Vergleich: die wichtigsten Anbieter
4. Was kostet E-Learning-Software?
5. Die 8 häufigsten Kostenfallen
6. Blended Learning: was die Software zusätzlich leisten muss
7. Worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl achten?
8. Wann reteach passt – und wann nicht
9. Fazit und nächste Schritte
10. Häufig gestellte Fragen

Was ist E-Learning-Software und was eine Schulungsplattform?

E-Learning-Software ist der Oberbegriff für Anwendungen, mit denen Unternehmen digitales Lernen organisieren. In der Praxis werden viele Begriffe dafür verwendet, die meist dasselbe meinen: Schulungsplattform, Lernplattform, Lernsoftware, Schulungssoftware oder, am gebräuchlichsten, Learning Management System (LMS).

Ein LMS bündelt die zentralen Aufgaben rund um betriebliches Lernen: Kurse erstellen oder einbinden, sie den richtigen Personen zuweisen, an Fristen erinnern, Fortschritte verfolgen und Abschlüsse dokumentieren. Gerade bei Pflichtschulungen ist dieser Nachweis der eigentliche Kern. Eine ausführliche Einordnung finden Sie im Beitrag Was ist ein LMS?.

Vier Kategorien werden dabei regelmäßig verwechselt, obwohl sie unterschiedliche Aufgaben lösen:

KategorieAufgabeTypische Frage, die sie beantwortet
LMS / SchulungsplattformKurse zuweisen, durchführen, dokumentierenWer muss was bis wann absolvieren, und ist es nachweisbar?
LXPInhalte empfehlen und auffindbar machenWas könnte für diese Person interessant sein?
AutorentoolLerninhalte produzierenWie erstelle ich einen Kurs aus meinen Materialien?
Content-Bibliothekfertige Inhalte lizenzierenWoher bekomme ich Kurse, die ich nicht selbst bauen will?

Die Grenzen zwischen LMS und LXP verschwimmen zunehmend, viele Plattformen vereinen heute beide Ansätze. Autorentools und Content-Bibliotheken bleiben dagegen eigene Kategorien: Manche Plattformen bringen ein eigenes Autorentool mit, andere setzen voraus, dass Inhalte als SCORM-Paket geliefert werden. Wenn Sie Inhalte vorrangig selbst produzieren wollen, lohnt der Vergleich der Autorentools als eigener Schritt.

Welche Arten von E-Learning-Software gibt es?

Vor dem Anbietervergleich lohnt der Blick auf die Betriebsmodelle, denn sie bestimmen den Aufwand mehr als der Funktionsumfang.

Cloud- beziehungsweise SaaS-Plattformen sind der Standard für die meisten Unternehmen. Sie laufen online, sind ohne Installation einsatzbereit und werden meist als monatliches Abonnement abgerechnet. Ideal für Teams, die schnell starten wollen und wenig interne IT-Kapazität haben.

On-Premise-Lösungen werden auf eigenen Servern betrieben. Die Daten bleiben vollständig im Haus, die Kontrolle ist maximal, dafür steigen Aufwand für Betrieb, Wartung und Sicherheit. Relevant vor allem für Organisationen mit sehr strengen internen Vorgaben.

Open-Source-Systeme wie Moodle sind in der Self-Hosting-Variante lizenzkostenfrei und beliebig anpassbar, verlangen aber IT-Kompetenz oder ein Budget für Implementierungspartner. Der übliche Denkfehler ist die Gleichsetzung von quelloffen mit kostenlos: Die Lizenz ist kostenlos, Hosting, Updates und Sicherheitspatches sind es nicht.

Quer dazu unterscheiden sich die Systeme nach Zielgruppe: schlanke Mittelstands-Plattformen mit schneller Einführung auf der einen Seite, Enterprise-Suiten mit tiefem Funktionsumfang und mehrmonatiger Implementierung auf der anderen.

Zwei Kolleginnen vergleichen auf einem Tablet E-Learning-Software und LMS-Anbieter

E-Learning-Software im Vergleich: die wichtigsten Anbieter

Die folgende Übersicht zeigt Anbieter, die im DACH-Raum regelmäßig gemeinsam auf der Shortlist stehen.

AnbieterFokusIdeal fürStärken
reteachCorporate Learning für den MittelstandKMU und Mittelstand ohne dedizierte L&D-Abteilungmodular aus LMS, Kurskatalog, SCORM-Kursen fürs eigene LMS und Phishing Awareness, schnelle Einführung, KI-Autorentool, Hosting in Deutschland
elearnioKMU-LMS mit KI-AutorentoolOnboarding und Compliance im MittelstandKI-Kurserstellung, HR-Integrationen, SSO, Hosting in Deutschland
blink.iteinfaches E-Learning und Blended LearningTrainer, Coaches, Akademien, KMUschnelle Kurserstellung, Blended-Learning-Fokus, einfache Bedienung
Haufe Akademie LMSLern- und Veranstaltungsmanagement plus Contentmittlere bis große DACH-Unternehmeneigene Inhalte plus SCORM und LTI, optionale Content-Pakete
GoodHabitzContent-Bibliothek mit fertigen Online-TrainingsUnternehmen, die Trainings zu Soft Skills und persönlicher Entwicklung zukaufenüber 200 Trainings in vielen Sprachen, eigene Lernplattform oder Anbindung ans LMS per SCORM und LTI
360Learningkollaboratives LernenL&D-Teams, die internes Wissen aktivieren wollenKI-Autorentool, kollaborative Erstellung, LXP-Elemente
TalentLMSschlankes Standard-LMSkleine Teams und schneller Einstiegsehr einfache Bedienung, Subportale, transparente Tarife, kostenloser Einstiegsplan
iSpring Learnschnelle BereitstellungTeams mit vielen PowerPoint-UnterlagenPowerPoint-Konvertierung, Quizze, DSGVO-konform
DoceboEnterprise-LMS mit KI-Fokusgroße Organisationen mit Analytik-Bedarfgenerative KI, adaptives Lernen, starkes Reporting
MoodleOpen-Source-LMStechnisch versierte Teams, Bildungseinrichtungenlizenzkostenfrei self-hosted, große Plugin-Community, maximale Anpassbarkeit
FactorialLernen als Modul einer HR-SuiteUnternehmen, die Factorial bereits als HR-System einsetzenSchulungen an HR-Stammdaten, Onboarding-Kopplung, Nachweise in der Suite

Für KMU und den Mittelstand sind schlanke, schnell einführbare Plattformen meist die erste Wahl. reteach ist als modulare Corporate-Learning-Plattform konzipiert, die Onboarding, Produkttrainings, Soft Skills, Weiterbildung und Pflichtschulungen in einem System abbildet und bewusst ohne IT-Projekt nutzbar ist. elearnio setzt einen ähnlichen Schwerpunkt mit starkem KI-Autorentool und HR-Integrationen, blink.it punktet bei Blended Learning, TalentLMS und iSpring Learn bieten einen niedrigschwelligen Einstieg.

Content-orientierte Unternehmen greifen häufig zur Plattform der Haufe Akademie, die eigene Kurserstellung mit umfangreichen Fertig-Content-Paketen kombiniert. Wer den Content-Flaschenhals durch internes Expertenwissen auflösen will, findet in 360Learning eine kollaborative Lösung.

Einen anderen Ansatz verfolgen reine Content-Bibliotheken wie GoodHabitz. Der Anbieter liefert über 200 fertige Online-Trainings mit Schwerpunkt auf Soft Skills, Kommunikation und persönlicher Entwicklung, nutzbar über die eigene Lernplattform oder per SCORM und LTI im vorhandenen LMS. Die Inhalte werden allerdings unverändert bereitgestellt und lassen sich nicht an unternehmensspezifische Abläufe, Beispiele oder Vorgaben anpassen. Wer Kurse auf das eigene Unternehmen zuschneiden möchte, braucht einen Katalog mit anpassbaren Kursen, wie ihn reteach mit über 500 Kursen anbietet, die sich zusätzlich um eigene Dateien ergänzen lassen.

Für große, komplexe Organisationen ist Docebo ein typischer Kandidat, mit hohem Funktionsumfang und internationaler Skalierbarkeit, aber längerer Einführung und höherem Preisniveau. Moodle bleibt die Referenz, wenn maximale Anpassbarkeit und Datenhoheit gefragt sind und IT-Ressourcen vorhanden sind.

Eine eigene Kategorie bildet Factorial: Der Anbieter kommt aus der HR-Software und hat sein Schulungsmodul zu einem Lernmanagementsystem ausgebaut, das fest in die HR-Suite eingebettet und nicht separat buchbar ist. Für Unternehmen, die Factorial ohnehin für Personalstammdaten und Onboarding nutzen, verkürzt das den Weg von der Rolle zur zugewiesenen Schulung. Inhalte bringt die Plattform allerdings nicht mit: Kurse müssen selbst erstellt oder separat lizenziert werden, während Plattformen mit eigenem Katalog wie reteach oder die Haufe Akademie fertige Pflichtschulungen mitliefern.

Wenn Sie speziell Learning-Management-Systeme gegeneinander abwägen, geht der LMS Vergleich tiefer auf Plattform-Typen, Einführungsaufwand und Zielsegmente ein.

Was kostet E-Learning-Software?

Transparente Preisangaben sind selten. Die meisten Anbieter nennen Preise erst nach einem Bedarfsgespräch, was den Vergleich erschwert. Drei Preislogiken haben sich etabliert:

ModellWie abgerechnet wirdWann es passt
Pro Nutzer und Monatfester Betrag je registrierter Person, meist mit Staffelrabattenstabile Nutzerzahl, planbares Budget
Aktive Nutzendenur wer im Abrechnungszeitraum gelernt hat, wird berechnetstark schwankende Nutzung, saisonale Schulungswellen
Enterprise-Lizenzindividuell verhandelt, meist nutzungsunabhängiggroße, stabile Rollouts mit vielen Modulen

Für die Budgetplanung sind zwei Rechenschritte entscheidend. Erstens: Kalkulieren Sie mit der Nutzerzahl, die Sie im dritten Jahr erwarten, nicht mit der des Pilotjahrs. Modelle, die beim Start günstig wirken, sehen bei dreifacher Nutzerzahl oft anders aus. Zweitens: Rechnen Sie die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit, inklusive Setup, Content und Add-ons. Erst dann sind Angebote vergleichbar.

Nicht unterschätzen sollten Sie die internen Posten, die in keinem Angebot stehen: Arbeitszeit für Einrichtung, Content-Erstellung, laufende Pflege und Change Management. In den ersten zwei Betriebsjahren machen sie häufig den größeren Teil der tatsächlichen Kosten aus. Eine detaillierte Aufstellung mit Rechenbeispielen finden Sie im Beitrag Was kostet ein LMS?.

Die 8 häufigsten Kostenfallen

Der ausgewiesene Grundpreis sagt oft wenig über die Gesamtkosten aus. Diese acht Posten werden bei der Auswahl regelmäßig übersehen:

  1. Abrechnung nach aktiven Nutzenden. Manche Anbieter rechnen pro Person ab, die im Abrechnungszeitraum aktiv war. Bei saisonalen Schulungswellen oder großen Onboarding-Gruppen schwankt die Rechnung dadurch stark. Fragen Sie nach, wie „aktiv“ definiert ist, ein einziger Login genügt oft schon.
  2. Setup- und Implementierungsgebühren. Einrichtung, Datenmigration und Onboarding werden häufig separat berechnet, teils im vier- bis fünfstelligen Bereich.
  3. Mindestnutzerzahl oder Mindestvertragswert. Wer ein festes Kontingent bucht, zahlt auch für nicht genutzte Plätze. Für kleine Teams ein spürbarer Aufschlag.
  4. Content als Zusatzpaket. Fertige Kurse und Content-Bibliotheken sind oft nicht im Grundpreis enthalten, sondern werden gesondert lizenziert, gelegentlich mit eigener Laufzeit.
  5. Funktionen hinter höheren Tarifen. Single Sign-on, API-Zugang, erweitertes Reporting, HR-Integrationen oder White-Label-Branding sind häufig erst in teureren Stufen verfügbar. Prüfen Sie das anhand Ihrer konkreten Anforderungsliste, nicht anhand der Tarifübersicht.
  6. Lange Laufzeiten und automatische Verlängerung. Mehrjahresverträge mit Kündigungsfristen erschweren den Ausstieg, wenn die Plattform doch nicht passt.
  7. Speicher- und Videolimits. Zusätzliche Kapazität für Videokurse oder Dateien kann extra kosten, und Videokurse sind der größte Speicherfresser.
  8. Support nur in Premium-Tarifen. Persönliche Ansprechpersonen oder garantierte Reaktionszeiten sind mitunter an höhere Pakete gekoppelt.

Ein neunter Punkt gehört dazu, auch wenn er keine laufende Gebühr ist: die Exportfähigkeit. Klären Sie vor Vertragsschluss, in welchem Format Inhalte und Teilnahmehistorie exportiert werden können und wie lange die Daten nach Vertragsende verfügbar bleiben. Wer diese Frage erst beim Wechsel stellt, zahlt sie über eine Neuproduktion der Inhalte.

Was hilft: Lassen Sie sich ein Angebot geben, das alle Posten für die geplante Laufzeit ausweist, und fragen Sie ausdrücklich nach dem Preis für den Fall, dass sich Ihre Nutzerzahl verdoppelt. Transparente, modulare Preismodelle mit klar abgegrenzten Stufen sind deutlich einfacher zu kalkulieren als intransparente Enterprise-Angebote.

Blended Learning: was die Software zusätzlich leisten muss

Die meisten Unternehmen kombinieren digitale und Präsenzformate. Das ist didaktisch sinnvoll, stellt aber Anforderungen, die reine Online-Plattformen nicht automatisch erfüllen. Prüfen Sie deshalb gezielt:

  • Terminverwaltung für Präsenz- und Live-Online-Sessions, inklusive Kapazitätsgrenzen und Warteliste
  • Anwesenheitserfassung vor Ort und deren Verknüpfung mit dem digitalen Kursfortschritt
  • Gemischte Lernpfade, in denen ein Präsenztermin ein Pflichtschritt zwischen zwei Online-Modulen ist
  • Anbindung an Videokonferenzsysteme wie Zoom oder Microsoft Teams, mit automatischer Teilnahmeerfassung
  • Kombinierte Nachweise, die Online- und Präsenzanteile in einem Zertifikat zusammenführen
  • Trainerrollen mit eigenen Rechten für Kursleitende, die keine Systemadministration übernehmen sollen

Der letzte Punkt fällt häufig erst im Betrieb auf. Wer externe Trainerinnen und Trainer einsetzt, braucht eine Rolle, die Teilnahmen erfassen darf, aber keinen Zugriff auf alle Personaldaten hat.

Worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl achten?

Nicht die längste Funktionsliste entscheidet, sondern die Passung zum eigenen Alltag.

Anwendungsfall zuerst, Anbieter danach. Onboarding, Pflichtschulungen und strategisches Upskilling stellen unterschiedliche Anforderungen. Notieren Sie die drei Prozesse, die das System im ersten Jahr übernehmen soll, bevor Sie Demos vereinbaren.

Interne Ressourcen realistisch einschätzen. Auch das beste System braucht Menschen, die es pflegen. Wenn keine Kapazität für laufendes Content-Management da ist, sind Plattformen mit fertigen Inhalten oder starker Automatisierung die bessere Wahl.

Einfache Kurserstellung. Je niedriger die Hürde für eigene Kurse, desto aktueller bleiben die Inhalte. KI-gestützte Autorentools sind 2026 zum Standard geworden.

Integrationen vorab klären. Anbindung an HR-Systeme, Single Sign-on und Kommunikationstools sollten vor dem Kauf geklärt sein, nicht erst in der Einführung. Wie das technisch funktioniert, beschreibt der Beitrag zur LMS-Integration.

Mehrsprachigkeit prüfen, wenn Standorte im Ausland liegen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer mehrsprachigen Oberfläche und mehrsprachigen Inhalten. Viele Plattformen bieten Ersteres, das Zweite bedeutet, dass jeder Kurs je Sprache gepflegt werden muss.

DSGVO und Serverstandort. Für den DACH-Markt sind Datenschutzkonformität und ein Hosting in Deutschland oder der EU ein Muss, rechtlich wie als Vertrauensfaktor gegenüber den Nutzenden.

Für einen unabhängigen Blick auf Bedienbarkeit und Support lohnen sich neben den Hersteller-Websites Bewertungsplattformen mit verifizierten Erfahrungsberichten: OMR Reviews und Capterra für Nutzerbewertungen oder zum Beispiel das Softwareverzeichnis von digital affin.

Wann reteach passt – und wann nicht

reteach ist eine modulare Corporate-Learning-Plattform aus Berlin für Unternehmen mit 50 bis 5.000 Mitarbeitenden. Sie verbindet ein Learning Management System, einen Kurskatalog mit über 500 anpassbaren Kursen und Phishing Awareness in einem System, ist DSGVO-konform und ohne IT-Projekt in der Regel innerhalb von 24 Stunden startklar.

SituationEinschätzung
50 bis 5.000 Mitarbeitende, keine eigene L&D-Abteilungpasst
Pflichtschulungen mit prüfungssicherem Nachweis als Hauptanwendungsfallpasst
Fertiger Kurskatalog, ergänzt um eigene Dateien und Inhaltepasst
Mehrere Standorte, mehrsprachiger Rollout: Oberfläche in 19 Sprachen, Zuweisung über Gruppen, Tags, dynamische Regeln oder getrennte Mandantenpasst
Akademie im eigenen Corporate Design mit Farben, Logo und Bannernpasst
DSGVO-Konformität als Ausschlusskriteriumpasst
Start ohne IT-Projekt und ohne externe Implementierungspartnerpasst
Lernen, Performance Management und Recruiting in einer Suitepasst nicht – dafür eignen sich Cornerstone oder SAP SuccessFactors
Lernkultur auf Basis von Gamification und Social Learningpasst nicht – dafür eignen sich 360Learning oder Docebo
Betrieb auf eigenen Servern oder Erweiterung auf Code-Ebenepasst nicht – für Self-Hosting und eigene Plugins bleibt Moodle die Referenz

Fazit und nächste Schritte

Die passende E-Learning-Software ist keine Frage des bekanntesten Namens, sondern der Passung. Schlanke Mittelstands-Plattformen wie reteach, elearnio oder blink.it überzeugen mit schneller Einführung und niedriger Einstiegshürde. Content- und kollaborationsstarke Systeme wie Haufe oder 360Learning spielen ihre Stärken bei umfangreichen Programmen aus. Enterprise-Suiten wie Docebo und Cornerstone lohnen sich bei komplexen, internationalen Anforderungen, und Moodle bleibt die Option für maximale Kontrolle.

Der pragmatische Weg: Definieren Sie zuerst Anwendungsfall, Nutzerzahl und interne Ressourcen. Rechnen Sie anschließend die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit durch, inklusive der acht Posten aus Abschnitt 5.

Ein konkreter erster Schritt: Nehmen Sie die Kostenfallen-Liste als Fragenkatalog in Ihr nächstes Anbietergespräch. Acht Fragen, die sich in zehn Minuten stellen lassen, und die den Unterschied zwischen dem Angebotspreis und den tatsächlichen Kosten sichtbar machen.

Sie suchen eine Schulungsplattform, die ohne IT-Projekt startklar ist und DSGVO-konform in Deutschland hostet? Testen Sie reteach kostenlos.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen E-Learning-Software, Schulungsplattform und LMS?

Im Unternehmenskontext meinen diese Begriffe meist dasselbe: eine zentrale Plattform, um digitale Schulungen zu erstellen, zu verteilen, zu verwalten und auszuwerten. „LMS“ ist die technische Bezeichnung, „Schulungsplattform“ und „E-Learning-Software“ sind gebräuchliche Synonyme. Davon zu unterscheiden sind Autorentools zur Kursproduktion und Content-Bibliotheken mit fertigen Inhalten.

Was kostet E-Learning-Software?

Die Spanne ist groß, von wenigen Euro pro Person und Monat bis zu sechsstelligen Jahresbudgets bei großen Rollouts. Entscheidend sind das Preismodell, einmalige Setup-Kosten und Zusatzpakete wie Content oder Integrationen. Kalkulieren Sie mit der erwarteten Nutzerzahl im dritten Jahr, nicht mit der des Pilotjahrs.

Welche versteckten Kosten gibt es bei E-Learning-Software?

Die häufigsten acht: Abrechnung nach aktiven Nutzenden, Setup- und Implementierungsgebühren, Mindestnutzerzahlen, Content als Zusatzpaket, Funktionen hinter höheren Tarifen, lange Vertragslaufzeiten, Speicher- und Videolimits sowie Support erst in Premium-Tarifen. Dazu kommt die Exportfähigkeit, die beim Wechsel teuer wird, wenn sie nicht geregelt ist.

Welche E-Learning-Software eignet sich für Blended Learning?

Gefragt sind Terminverwaltung für Präsenzsessions, Anwesenheitserfassung vor Ort, gemischte Lernpfade und eine Trainerrolle mit eingeschränkten Rechten. Nicht jede Online-Plattform bietet das. Anbieter mit ausgeprägtem Blended-Learning-Fokus sind unter anderem blink.it und Plattformen mit integriertem Veranstaltungsmanagement.

Brauche ich zusätzlich ein Autorentool?

Nur, wenn Ihre Plattform keines mitbringt oder Ihre Anforderungen an Interaktivität und Design darüber hinausgehen. Viele moderne Plattformen enthalten inzwischen KI-gestützte Autorenfunktionen, die für Standardkurse ausreichen. Für aufwendige, hochgestaltete Module sind spezialisierte Autorentools weiterhin die bessere Wahl.

Ist ein DSGVO-konformes Hosting in Deutschland wichtig?

Ja. Gerade für regulierte Branchen und personenbezogene Lerndaten ist ein Serverstandort in Deutschland oder der EU ein zentrales Auswahlkriterium, rechtlich und als Vertrauensfaktor gegenüber den Beschäftigten. Prüfen Sie zusätzlich, ob angebundene Dienste Daten außerhalb der EU verarbeiten.

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