Business Partner Due Diligence: Geschäftspartner prüfen Kurz erklärt Business Partner Due Diligence ist die systematische Prüfung von Geschäftspartnern auf Integritätsrisiken wie Korruption, Sanktionen oder Menschenrechtsverstöße. Sie hilft, Risiken zu erkennen, bevor ein Vertrag geschlossen wird. Warum Partner geprüft werden Viele Korruptionsfälle laufen nicht über eigene Beschäftigte, sondern über Vermittler, Berater oder Vertriebspartner. Wer mit solchen Partnern arbeitet, kann für deren Verhalten mitverantwortlich gemacht werden. Hinzu kommen Sorgfaltspflichten in der Lieferkette, etwa nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. In 5 Schritten zur Prüfung Partner nach Risiko einstufen, etwa nach Land, Branche und Tätigkeit Grunddaten und Eigentümer erfassen Sanktionslisten und Negativmeldungen prüfen Bei hohem Risiko vertiefte Prüfung und Compliance-Klauseln im Vertrag Regelmäßig erneut prüfen Business Partner Due Diligence auf einen Blick MerkmalBeschreibungZielIntegritätsrisiken vor Vertragsschluss erkennenAnsatzRisikobasiert, nicht für alle gleichHohe RisikenVermittler, Berater, HochrisikoländerBezugLkSG, CSDDD, Korruptionsprävention Beispiel aus der Praxis Ein Maschinenbauer will einen neuen Vertriebspartner in Südostasien einsetzen. Die Prüfung zeigt, dass ein Gesellschafter zugleich ein hohes Amt in einer staatlichen Behörde hat, die Aufträge vergibt. Das Unternehmen verzichtet auf die Zusammenarbeit und wählt einen anderen Partner. Mehr zu Korruptionsrisiken im Beitrag Korruptionsprävention, zu Lieferketten unter CSDDD. Verwandte Begriffe Compliance-Risikoanalyse, Facilitation Payments und Lieferkettengesetz. Weitere Begriffe finden Sie im Compliance-Glossar. Häufig gestellte Fragen Müssen alle Lieferanten geprüft werden?Nein. Sinnvoll ist ein risikobasierter Ansatz: Geringe Risiken erhalten eine einfache Prüfung, hohe Risiken eine vertiefte. Darf man Geschäftspartner einfach recherchieren?Ja, im Rahmen des Datenschutzes. Werden Daten natürlicher Personen verarbeitet, braucht es eine Rechtsgrundlage, meist das berechtigte Interesse. Was gehört in eine Compliance-Klausel?Typisch sind Zusicherungen zur Rechtstreue, Prüfrechte, eine Pflicht zur Meldung von Verstößen und ein Kündigungsrecht bei Verstößen.