Übersicht Make or Buy Lerninhalte: Der ultimative Vergleich in 8 Kriterien Erstellt am: 8. Dezember 2022 Zuletzt aktualisiert am: 21. Mai 2026 Andreas Bersch Teilen auf: Wichtigste Erkenntnisse Make or Buy Lerninhalte ist keine Entweder-Oder-Frage: Die meisten Unternehmen fahren mit einem Hybrid-Ansatz am besten – Standardthemen einkaufen, individuelle Inhalte selbst erstellen. Make eignet sich für unternehmensspezifische Inhalte: Produktschulungen, Onboarding, Prozesse und alles, was die Identität des Unternehmens trägt. Buy lohnt sich bei Standardthemen: Datenschutz, Arbeitsschutz, Office-Skills und andere allgemeingültige Themen sind als fertige Kurse meist günstiger und schneller. Moderne LMS senken die Make-Hürde: Mit intuitiven Editoren und KI-Unterstützung lassen sich Inhalte heute deutlich schneller erstellen als noch vor wenigen Jahren. Relevanz schlägt Quelle: Egal ob selbst gemacht oder eingekauft – Inhalte, die nicht zum Lernstand und zur Aufgabe der Mitarbeitenden passen, verfehlen ihr Ziel. Make or Buy Lerninhalte – diese Entscheidung steht früher oder später jedem Unternehmen bevor, das digitale Weiterbildung ernsthaft betreibt. Nachdem die Wahl auf ein Learning Management System gefallen ist, geht es im nächsten Schritt darum, das System mit guten Inhalten zu füllen. In diesem Beitrag finden Sie 8 entscheidende Kriterien, die zeigen, wann sich Eigenproduktion lohnt – und wann der Einkauf die bessere Wahl ist. Inhalt 1. Was bedeutet Make or Buy bei Lerninhalten?2. Make: Lerninhalte selbst erstellen3. Buy: Lerninhalte extern einkaufen4. Make or Buy Lerninhalte im direkten Vergleich5. 8 Kriterien für Ihre Entscheidung6. Hybrid-Ansatz: Make und Buy kombinieren7. Vertiefung: Lerninhalte selbst erstellen8. Fazit9. Häufige Fragen Was bedeutet Make or Buy bei Lerninhalten? Make or Buy ist eine klassische betriebswirtschaftliche Entscheidung: Stelle ich eine Leistung selbst her (Make) oder kaufe ich sie extern ein (Buy)? Auf digitale Lerninhalte übertragen heißt das: Produziert das Unternehmen Schulungskurse selbst – etwa über den integrierten Autorentool eines LMS – oder kauft es vorgefertigte Kurse von spezialisierten Content-Anbietern ein? Die Entscheidung hat weitreichende Folgen für Budget, Zeitplan, Aktualisierbarkeit, Markenidentität und Lernerfolg. Wer hier strategisch entscheidet, spart langfristig erheblich Ressourcen. Make: Lerninhalte selbst erstellen Die Eigenproduktion digitaler Lerninhalte ist in deutschen Unternehmen längst keine Ausnahme mehr: Studien wie das jährliche mmb Learning Delphi zeigen, dass Tools zur eigenständigen Erstellung digitaler Lerninhalte zu den wichtigsten Wachstumsfeldern der Branche gehören – nicht zuletzt durch den Einsatz von KI-gestützten Autorenwerkzeugen. Vorteile von selbst erstellten Lerninhalten Langfristig günstiger: Nach der Initialproduktion entstehen kaum laufende Kosten Volle Eigentumsrechte: Die Kurse gehören dem Unternehmen – unabhängig von Lizenzen oder Verträgen Maximale Individualisierung: Inhalte werden exakt auf Produkte, Prozesse und Zielgruppen zugeschnitten Format-Freiheit: Die Verantwortlichen wählen Format, Medien und didaktische Tiefe selbst Employer Branding: Eigene Inhalte transportieren Corporate Design, Tonalität und Unternehmenskultur Schnelle Aktualisierung: Änderungen lassen sich sofort einpflegen – ohne Abstimmung mit Externen Nachteile der Eigenproduktion Zeitaufwand: Konzeption, Produktion und Qualitätssicherung binden interne Ressourcen Didaktisches Know-how: Anspruchsvolle Inhalte erfordern Erfahrung in Lerntheorie und Mediendidaktik Initial-Investition: Personal, Tools und ggf. externe Beratung kosten anfangs Geld Lösung: Moderne Lernplattformen mit integrierten Autorentools – idealerweise mit KI-Unterstützung – senken beide Hürden spürbar. Mehr dazu in den Vorteilen eines LMS. Buy: Lerninhalte extern einkaufen Der Einkauf vorgefertigter Kurse von spezialisierten Content-Anbietern (z. B. für Compliance-, Datenschutz- oder Office-Themen) ist eine etablierte Alternative – mit klaren Stärken und Schwächen. Vorteile von gekauften Lerninhalten Schnelle Verfügbarkeit: Kurse sind sofort einsatzbereit, keine Produktionszeit Professionelles Design: Anbieter garantieren Qualität, Aktualität und konsistentes Layout Fachliche Tiefe: Spezialanbieter bringen oft Branchenexpertise mit, die intern nicht vorhanden ist Rechtssicherheit bei Pflichtthemen: Bei Datenschutz, Arbeitsschutz und Compliance sind Inhalte oft juristisch geprüft Nachteile von eingekauften Lerninhalten Fehlende Markenidentität: Generische Inhalte ohne Unternehmens-Branding Geringe Individualisierung: Inhalte passen oft nur zum Teil zum Unternehmenskontext Eingeschränkte Anpassbarkeit: Änderungen sind meist nicht oder nur eingeschränkt möglich Kein direkter Ansprechpartner: Bei Rückfragen läuft alles über den Anbieter-Support Laufende Lizenzkosten: Pro Nutzer oder pro Kurs entstehen wiederkehrende Gebühren Make or Buy Lerninhalte im direkten Vergleich KriteriumMake (Eigenproduktion)Buy (Einkauf)VerfügbarkeitMittel bis langSofortIndividualisierungSehr hochNiedrigEigentumVoll beim UnternehmenLizenz beim AnbieterInitialkostenMittel bis hochNiedrigLaufende KostenNiedrigMittel bis hochAktualisierbarkeitSofort und internAbhängig vom AnbieterEmployer BrandingStarkKaumDidaktisches Know-howIntern erforderlichBeim AnbieterGeeignet fürProduktwissen, Onboarding, ProzesseCompliance, Office, Standardthemen 8 Kriterien für Ihre Make-or-Buy-Entscheidung Welche Option im Einzelfall passt, lässt sich anhand von 8 zentralen Kriterien systematisch klären: Unternehmensspezifik des Themas: Je individueller, desto eher Make. Je generischer, desto eher Buy. Verfügbare Zeit bis Rollout: Bei Dringlichkeit eher Buy, bei Vorlaufzeit eher Make. Internes Know-how: Sind Fachexperten und didaktisch geschulte Mitarbeitende verfügbar? Budget-Struktur: Bevorzugen Sie Initial-Investition (Make) oder laufende Lizenzkosten (Buy)? Häufigkeit der Aktualisierung: Bei häufigen Änderungen klar Make – Buy lohnt sich bei stabilen Inhalten. Rechtssicherheit: Bei Compliance- und Pflichtthemen ist Buy oft sicherer (juristisch geprüft). Markenintegration: Soll der Kurs Corporate Design tragen? Dann Make. Zielgruppengröße: Bei großen Lernergruppen amortisiert sich Make schneller – bei kleinen Gruppen ist Buy oft günstiger. Hybrid-Ansatz – Make und Buy kombinieren Bei Make or Buy Lerninhalten fahren die meisten Unternehmen am besten mit einer klugen Mischung: Buy für Standardthemen: Datenschutz, Arbeitsschutz, Geldwäscheprävention, MS-Office, Sprachkurse – hier bringt Eigenproduktion keinen Mehrwert Make für Kernthemen: Produktschulungen, Onboarding, Unternehmensprozesse, Führungskräfteentwicklung – hier ist Individualisierung der entscheidende Erfolgsfaktor Make-Light für Aktualisierungen: Kleine Updates und Ergänzungen zu gekauften Kursen selbst produzieren So profitieren Sie von der Geschwindigkeit des Einkaufs und der Individualität der Eigenproduktion – ohne die jeweiligen Nachteile in Kauf zu nehmen. Vertiefung: Lerninhalte selbst erstellen – praktische Anleitungen Wenn Ihre Entscheidung bei Make or Buy Lerninhalte in Richtung Eigenproduktion tendiert, finden Sie in unserer Beitragsreihe konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die wichtigsten Tools und Formate: Tools & Plattformen E-Learning kostenlos selbst erstellen E-Learning mit PowerPoint erstellen Lerninhalte mit KI erstellen Lernformate Lernvideo erstellen Podcast aufnehmen Quiz für E-Learning-Kurse erstellen Kostenlose Online-Umfragen erstellen Unser Fazit: Lerninhalte Make or Buy? Die Frage Make or Buy Lerninhalte kennt selten eine reine Entweder-Oder-Antwort. Standardisierte Pflichtthemen werden am effizientesten eingekauft, unternehmensspezifisches Wissen am wirkungsvollsten selbst produziert. Entscheidend ist die Relevanz für die Mitarbeitenden: Egal aus welcher Quelle – passen Inhalte nicht zum Lernstand und zur Aufgabe, verfehlen sie ihr Ziel. Mit einem modernen LMS wie reteach lassen sich beide Welten heute einfach kombinieren. Häufig gestellte Fragen Was bedeutet Make or Buy Lerninhalte?Make or Buy beschreibt die Entscheidung, ob ein Unternehmen digitale Lerninhalte selbst produziert (Make) oder vorgefertigte Kurse von externen Anbietern einkauft (Buy). Beide Optionen haben spezifische Stärken – die richtige Wahl hängt von Thema, Budget, Zeitrahmen und internen Ressourcen ab. Wann lohnt es sich, Lerninhalte selbst zu erstellen?Die Eigenproduktion lohnt sich besonders bei unternehmensspezifischen Themen wie Produktschulungen, Onboarding, internen Prozessen oder Führungskräfteentwicklung. Auch wenn häufige Aktualisierungen anstehen oder die Inhalte Corporate Design tragen sollen, ist Make die bessere Wahl. Wann sind eingekaufte Lerninhalte die bessere Option?Eingekaufte Kurse eignen sich für allgemeingültige Standardthemen wie Datenschutz, Arbeitsschutz, Compliance, MS-Office oder Sprachen. Sie sind sofort verfügbar, professionell aufbereitet und bei Pflichtthemen oft juristisch geprüft. Was kostet die Eigenproduktion von Lerninhalten?Die Kosten variieren stark nach Anspruch und Format. Ein einfaches Microlearning-Modul lässt sich in wenigen Stunden erstellen, eine aufwendige interaktive Schulung kann mehrere Tausend Euro pro Modul kosten. Moderne LMS mit Autorentools und KI-Unterstützung senken den Aufwand erheblich. Kann man Make und Buy kombinieren?Ja, der Hybrid-Ansatz ist der Standardfall in den meisten Unternehmen. Standardthemen werden eingekauft, Kernthemen selbst produziert. So nutzen Unternehmen die Geschwindigkeit des Einkaufs für generische Themen und die Individualität der Eigenproduktion für unternehmensspezifische Inhalte. Welche Rolle spielt das LMS bei der Make-or-Buy-Entscheidung?Ein modernes LMS senkt die Hürde für die Eigenproduktion deutlich, weil es intuitive Autorentools und zunehmend auch KI-gestützte Inhaltserstellung mitbringt. Gleichzeitig lassen sich eingekaufte Kurse (z. B. im SCORM-Format) problemlos in dieselbe Plattform integrieren – die Make-or-Buy-Entscheidung wird damit zur reinen Inhaltsfrage, nicht zur Systemfrage. vorheriger Artikel nächster Artikel Teilen auf: Das könnte außerdem für Sie interessant sein: KI-Schulungspflicht: Was Unternehmen jetzt wissen müssen Die KI-Schulungspflicht aus dem EU AI Act gilt seit Februar 2025 – und ist vom Digital Omnibus nicht betroffen. Wir zeigen, was Unternehmen 2026 wissen und tun müssen. LMS-Integration einfach erklärt LMS-Integration leicht gemacht: Erfahren Sie, wie Sie Ihre Lernplattform mit HR-, CRM- und Kommunikationstools vernetzen – und wie Sie die Integration in 5 erprobten Schritten umsetzen. Checkliste: 15 Anforderungen an ein LMS Es gibt heute unzählige Lernplattformen auf dem Markt - das macht es zu einer schwierigen Aufgabe, das beste LMS für Ihr Unternehmen zu finden. 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