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Übersicht

8 Schritte für einen gelungenen Einstieg ins eLearning 

Erstellt am: 29. Dezember 2022
Zuletzt aktualisiert am: 20. Mai 2026
Sofie Bräutigam
Sofie Bräutigam
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Einstieg ins E-Learning im Unternehmen: Zwei Mitarbeitende besprechen eine digitale Lernplattform am Laptop

Wichtigste Erkenntnisse

  • Technische Voraussetzungen prüfen: Jedes Teammitglied benötigt Zugang zu einem geeigneten Endgerät und stabilem Internet – idealerweise über einen mobilen Browser statt App-Installation auf Privatgeräten.
  • Das passende LMS auswählen: Eine geeignete Lernplattform ist die Basis für den Einstieg ins E-Learning – sie verwaltet Inhalte, weist Kurse zu und misst den Lernfortschritt.
  • Lernziele klar definieren: Überblick verschaffen oder aktives Anwenden? Die Zielsetzung bestimmt Inhalte, Wissensabfragen und Erfolgsmessung.
  • Mitarbeitende von Anfang an einbinden: Kick-off-Meetings, gemeinsame erste Kurse und ein interner Ansprechpartner sorgen für Akzeptanz und Motivation.
  • Feedback kontinuierlich nutzen: Inhalte sind nie „fertig“ – regelmäßige Rückmeldungen und Aktualisierungen halten Schulungen relevant und compliance-konform.

Sie möchten E-Learning in Ihrem Unternehmen etablieren? Wir haben 8 Schritte zusammengefasst, mit denen Ihnen der Einstieg ins E-Learning garantiert gelingt. Wo beginnt man? Welche Komponenten benötigt man? Woher kommen die Inhalte? Keine Sorge – es ist längst nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheint.

Falls Sie sich fragen, was E-Learning überhaupt ist: Unser Artikel gibt einen hilfreichen Überblick.

Inhalt

Was ist E-Learning?
Schritt 1: Technische Voraussetzungen prüfen
Schritt 2: Das passende LMS auswählen
Schritt 3: Lerngruppe kennenlernen
Schritt 4: Lernziele definieren
Schritt 5: Grobkonzept entwerfen
Schritt 6: Lerninhalte – Make or Buy?
Schritt 7: Mitarbeitende motivieren
Schritt 8: Feedback einholen und Inhalte optimieren
Fazit: So gelingt der Einstieg ins E-Learning
Häufige Fragen

Was ist E-Learning?

E-Learning bezeichnet jede Form des digitalen Lernens – also Weiterbildungsformate, die über elektronische Endgeräte wie Smartphone, Tablet oder Computer abgerufen werden. Der Einstieg ins E-Learning bedeutet für Unternehmen, klassische Präsenzschulungen ganz oder teilweise durch digitale Lerninhalte zu ersetzen oder zu ergänzen.

Typische Formate sind Lernvideos, interaktive Module, Quizze und Webinare – verwaltet über ein Learning Management System (LMS). Der entscheidende Vorteil: Mitarbeitende lernen orts- und zeitunabhängig in ihrem eigenen Tempo.

Aktuelle Studien wie der mmb-Trendmonitor „Weiterbildung und digitales Lernen“ zeigen, dass digitales Lernen in deutschen Unternehmen kontinuierlich an Bedeutung gewinnt – insbesondere durch den zunehmenden Einsatz von KI-gestützten Lernformaten.

Schritt 1: Technische Voraussetzungen prüfen

Unabdingbar für den Einstieg ins E-Learning ist, dass jedes Teammitglied Zugang zu den Inhalten hat. Das funktioniert nur, wenn Ihr Team mit der nötigen Technik ausgestattet ist.

E-Learning kann prinzipiell auf allen Endgeräten stattfinden: Smartphone, Tablet, Laptop oder Computer. Sie müssen natürlich nicht jedes Teammitglied mit allen Geräten ausstatten. Stellen Sie aber sicher, dass alle mindestens ein Gerät zur Verfügung haben.

Beachten Sie: Viele Mitarbeitende nutzen ihr privates Smartphone ungern für betriebliches Lernen, wenn dafür Apps installiert oder Inhalte gespeichert werden müssen. Der Zugriff über einen mobilen Browser ist daher meist die bessere Lösung.

reteach Lernplattform auf allen Endgeräten – Smartphone, Tablet, Laptop und Desktop

Schritt 2: Das passende LMS auswählen

Ein LMS (Learning Management System) ist eine digitale Lernplattform, auf der Lerninhalte erstellt, Mitarbeitenden zugewiesen und der Lernfortschritt gemessen werden. Im LMS können Sie bestehende Inhalte hochladen oder selbst erstellen.

Mithilfe eines LMS verwalten und bearbeiten Sie Lernmaterialien zentral, stellen automatisch Zertifikate aus und behalten den Überblick über alle Schulungen. Heute gibt es unzählige Lernplattformen auf dem Markt.

Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, haben wir 15 Anforderungen an ein LMS zusammengefasst, die den Einstieg ins E-Learning enorm erleichtern.

Schritt 3: Lerngruppe kennenlernen

Um Ihre Mitarbeitenden für E-Learning zu begeistern, müssen Sie ihre Bedürfnisse kennen. Welche Altersgruppen hat Ihr Team? Gibt es Teammitglieder, die keine Digital Natives sind und für die der Einstieg eine Herausforderung darstellt?

Machen Sie unbedingt eine Umfrage, wie Ihr Team am liebsten lernt: während der Arbeitszeit am Rechner oder lieber mobil auf dem Arbeitsweg?

Auch der aktuelle Kenntnisstand Ihrer Mitarbeitenden spielt eine wichtige Rolle. Je nach Vorwissen können Sie Inhalte entsprechend anpassen – vielleicht benötigen Sie statt eines Anfängerkurses ein Modul auf höherem Niveau.

Nicht jede Abteilung braucht dieselben Kurse. Zielgerichtetes Lernen spart finanzielle und zeitliche Ressourcen.

Schritt 4: Lernziele definieren

Fragen Sie sich, was Ihre Lernziele sind. Sollen die Teilnehmenden nur einen Überblick über Themen wie Compliance oder Datensicherheit erhalten, oder sollen sie das Wissen aktiv in die Praxis umsetzen?

Das spielt eine entscheidende Rolle für die Wissensabfrage. Besonders wenn das Erlernte in zukünftigen Projekten anwendbar sein soll, empfehlen sich regelmäßige Quizze und Tests.

Klar definierte Lernziele sind das Fundament eines erfolgreichen Einstiegs ins E-Learning – sie bestimmen Inhalte, Format und Erfolgskontrolle.

Schritt 5: Grobkonzept entwerfen

Sie kennen Ihre Lernenden, haben die Lernziele definiert und die Technik gecheckt. Der nächste Schritt: ein Grobkonzept für Ihren Start ins E-Learning entwerfen.

Überlegen Sie sich, wie Sie die Themen strukturieren möchten. Soll es verschiedene Kapitel pro Thema geben, die in Module unterteilt sind? Soll der Lernerfolg abgefragt werden – und wenn ja, wie?

Möglich sind etwa integrierte Quizze und Zertifikate für abgeschlossene Schulungen. Auch die Frage nach den eingesetzten Medien ist wichtig: Videos, Texte, Animationen, Audio?

Diese Entscheidungen helfen Ihnen, Prioritäten festzulegen – und davon hängt ab, ob Sie Lerninhalte einkaufen oder selbst erstellen.
Mit einem durchdachten Konzept gelingt der Einstieg ins E-Learning deutlich strukturierter.

Schritt 6: Lerninhalte – Make or Buy?

Jedes Unternehmen muss selbst entscheiden, ob Inhalte intern erstellt oder extern eingekauft werden. Beides hat Vor- und Nachteile.

In kleineren Firmen lohnt es sich oft nicht, hohe Summen für externe Inhalte auszugeben – besonders wenn es um firmeninterne Themen geht. Hier sind selbst erstellte Lernvideos meist die bessere Wahl.

Bei Standardschulungen wie Excel, Arbeitsschutz oder Datensicherheit ist die Eigenproduktion dagegen oft kosten- und zeitaufwändiger als der Einkauf. Hier lohnt sich der Blick auf Fertiginhalte.

Faustregel: Firmenspezifisches Wissen selbst produzieren, generische Pflichtschulungen einkaufen.

Schritt 7: Mitarbeitende motivieren

Beim Einstieg ins E-Learning ist die Akzeptanz im Team der entscheidende Erfolgsfaktor. Ihr Projekt steht in den Startlöchern. Jetzt gilt es, Ihre Mitarbeitenden an Bord zu holen. Vermutlich sind einige Teammitglieder nervös, da es ihre erste E-Learning-Erfahrung ist.

Motivierende Kommunikation ist beim Einstieg ins E-Learning entscheidend. Organisieren Sie ein Kick-off-Meeting, in dem Sie die Lernplattform vorstellen und auf Fragen eingehen.

Es lohnt sich, die ersten Kapitel einer Schulung gemeinsam durchzugehen. So sehen Ihre Mitarbeitenden, dass digitales Lernen einfach ist – und sogar Spaß machen kann.

Legen Sie zusätzlich einen internen Ansprechpartner fest, an den sich das Team mit Fragen wenden kann. Diese Person sammelt häufige Fragen, beruft bei Bedarf weitere Meetings ein oder erstellt kurze Tutorials.

Mitarbeitende absolviert eine E-Learning-Schulung konzentriert am Laptop

Schritt 8: Feedback einholen und Inhalte optimieren

Nach einigen Wochen mit der neuen Lernplattform sollten Sie Feedback einholen. Fragen Sie Ihr Team: Was fiel beim Einstieg ins E-Learning schwer? Was lässt sich optimieren?

Auch die Rückmeldung zu konkreten Inhalten ist wertvoll und sollte in zukünftige Überarbeitungen einfließen.

Grundsätzlich gilt: Lerninhalte sind nicht „für alle Zeit gegeben“, sondern müssen regelmäßig aktualisiert werden. Das ist besonders bei Compliance-Themen relevant – veraltete rechtliche Inhalte können bei Nicht-Einhaltung empfindliche Strafen nach sich ziehen.

Fazit: So gelingt der Einstieg ins E-Learning

Mit den richtigen Vorbereitungen ist der Einstieg ins E-Learning weit weniger komplex, als viele Unternehmen befürchten. Wer Technik, LMS, Lernziele und Mitarbeitende systematisch einbezieht, schafft die Basis für nachhaltigen Lernerfolg.

Im Beitrag Lernplattform für Unternehmen erfahren Sie, welche Funktionen ein LMS bietet, worauf es bei der Auswahl ankommt und wie Sie den Erfolg messen.

Sie möchten E-Learning erstmal ausprobieren? Testen Sie die reteach Lernplattform 14 Tage kostenlos – ohne Abofalle, ohne Kündigungsfrist.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet der Einstieg ins E-Learning?

Die Kosten für den Einstieg ins E-Learning hängen vor allem von der gewählten Lernplattform und den Inhalten ab. Ein LMS für kleine und mittlere Unternehmen ist bereits ab etwa 200 bis 500 Euro pro Monat verfügbar. Hinzu kommen einmalige Kosten für die Erstellung oder den Einkauf von Lerninhalten. Wer eigene Inhalte produziert, spart langfristig, muss aber Zeit für Konzeption und Umsetzung einplanen.

Wie lange dauert die Einführung von E-Learning im Unternehmen?

Die Dauer hängt von Umfang und Komplexität ab. Ein einfacher Einstieg ins E-Learning mit einer fertigen Lernplattform und eingekauften Standardschulungen ist in zwei bis vier Wochen umsetzbar. Wer eigene Inhalte produziert, ein individuelles Konzept entwickelt und alle Mitarbeitenden schult, sollte mit zwei bis sechs Monaten rechnen.

Welche technischen Voraussetzungen brauchen Unternehmen für E-Learning?

Für den Einstieg ins E-Learning benötigen Unternehmen ein cloudbasiertes LMS sowie Endgeräte mit Internetzugang für alle Mitarbeitenden. Geeignet sind Smartphones, Tablets, Laptops oder Desktop-Computer. Idealerweise sind die Lerninhalte über einen mobilen Browser abrufbar, sodass keine zusätzlichen Apps installiert werden müssen.

Sollten Lerninhalte selbst erstellt oder eingekauft werden?

Beide Ansätze haben ihre Berechtigung. Firmeninterne Themen wie Produktschulungen, Prozesse oder Unternehmenskultur sind meist nur intern produzierbar. Standardthemen wie Datenschutz, Arbeitsschutz oder Compliance lassen sich kostengünstig einkaufen. Eine Kombination aus beidem ist für die meisten Unternehmen die wirtschaftlichste Lösung.

Wie motiviere ich Mitarbeitende für den Einstieg ins E-Learning?

Wichtig sind transparente Kommunikation, ein Kick-off-Meeting zur Vorstellung der Lernplattform und ein interner Ansprechpartner für Fragen. Gehen Sie die ersten Kapitel gemeinsam mit dem Team durch und zeigen Sie konkret, welchen Nutzen die Mitarbeitenden vom E-Learning haben. Kurze, alltagsnahe Lerneinheiten erhöhen die Akzeptanz zusätzlich.

Was ist der Unterschied zwischen E-Learning und Blended Learning?

Beim reinen E-Learning finden alle Lerninhalte digital statt – ohne Präsenztermine. Blended Learning kombiniert digitale Lernformate mit klassischem Präsenzunterricht oder Live-Webinaren. Für den Einstieg ins E-Learning ist Blended Learning oft eine gute Brücke, weil es vertraute Präsenzelemente erhält und gleichzeitig die Vorteile digitaler Inhalte nutzt.

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