Aus der Kategorie:

Customer Education
Was ist Customer Education und was sind Best Practices?

Customer Education (dt. Kundenweiterbildung bzw. Produktschulungen) ist der Prozess der Entwicklung einer formalisierten Schulungsinitiative, die den Kunden hilft, schnell Erfolge mit einem Produkt zu haben und den wahren Wert eines Produkts oder einer Dienstleistung zu erkennen. Sie ist die Kunst, Kunden mit Weiterbildung zu überzeugen. Viele Software Unternehmen setzen bereits auf eine Customer Education Strategie und begeistern ihre Kunden mit Weiterbildungsmöglichkeiten. Angefangen mit Educational Content in Social Media über Produkttrainings bis zur zertifizierten Schulung. Ziel der Customer Education ist die Steigerung der Kundenbindung und Kundenzufriedenheit.

Warum ist eine Customer Education Strategie sinnvoll?

Kundenbindung ist essenziell für viele Unternehmen, denn Neukunden zu gewinnen ist häufig kostspieliger als Bestandskunden zu halten. Kundenweiterbildung kann Ihr Unternehmen aus der Masse hervorstechen lassen und eine langfristige Bindung zu Ihren Kunden erzeugen. Mit einer aktiven Customer Education Strategie begeistern Sie Ihre Kunden mit echtem Mehrwert und bindest sie dadurch langfristig an Ihre Marke.

Kundenweiterbildung = Kundenbindung

Mit einer Customer Education Strategie gelingt der Weg in die Herzen der Kunden. Hier sind einige Unternehmen, die das Potenzial von Kundenweiterbildung erkannt haben.

1. HubSpot

Der Marketing Gigant hat bereits früh erkannt, das Weiterbildung großes Potenzial besitzt, um neue Kunden zu gewinnen. Mit der HubSpot Academy bietet das Unternehmen neuen und bestehenden Kunden die Möglichkeit, sich in verschiedenen Marketing-Themen weiterzubilden. Damit schafft es für seine Kunden großen Mehrwert, etabliert sich als Experten der Branche, hält bestehende Kunde und gewinnt neue Leads.

2. Hootsuite

Hootsuite bildet bereits mehr als 450.000 Students in seiner Hootsuite Academy weiter. Ursprünglich wollte das Social Media Management Unternehmen die Kundenzufriedenheit durch Produktschulungen erhöhen. Doch sie erkannten schnell das Potenzial der Academy und begannen eigenständige Online-Kurse anzubieten. Heute bietet die Hootsuite Academy Zertifizierungskurse an, die helfen, wichtige Themen wie Social Marketing, Online Marketing, die Hootsuite-Plattform und mehr zu meistern. Manche dieser Kurse sind kostenlos, andere kostenpflichtig. Hootsuite versorgt weltweit Hunderttausende Menschen mit Expertenwissen und macht sie selbst zu zertifizierten Experten. Selbst Universitäten haben diesen Mehrwert erkannt und binden die Online-Schulungen in ihren Lehrplan ein.

3. Amazon AWS Schulung und Zertifizierung

Mit AWS Training and Certification bildet Amazon seine AWS-Nutzer weiter und sorgt damit für einen dauerhaften Zugang zu dem neusten Wissen, rund um AWS. Die Produktnutzung wird besser, der Support erhält qualifiziertere Anfragen und die Kundenzufriedenheit steigt.

4. Salesforce Trailhead

Salesforce Trailhead ist ein Lernsystem, mit dem Nutzer die Anwendung von Salesforce auf unterhaltsame Art und Weise erlernen. Um erfolgreich mit dem Cloudsystem umgehen zu können, muss ein Benutzer sein Wissen stetig erweitern. Trailhead stellt ihm hierzu verschiedene Module zu einer Vielzahl von Themen zur Verfügung, die ihm dabei helfen, ein umfassendes Verständnis zu Salesforce aufzubauen. Die Einheiten sind thematisch in sich geschlossen, so dass sich der Nutzer auf ein Thema fokussieren kann und die Funktionsweise von Salesforce Stück für Stück erlernt. Das System setzt dabei auf interaktives Lernen und vermittelt Anwendern das notwendige Wissen auf ansprechende Art und Weise. Mit Punkten und Auszeichnungen, die auf dem Benutzerprofil des Users angezeigt werden, verfügt Trailhead zudem über ein Motivations- und Informationssystem. Andere Nutzer erkennen die entsprechenden Kompetenzen des Anwenders und dieser wird motiviert, sein Wissen zu Salesforce kontinuierlich auszubauen.

5. UIPath

UiPath gilt als einer der Marktführer in der Herstellung von Robotic Process Automation Software. Mit den Produkten lassen sich Software-Roboter erstellen, welche zur Voll- oder Teilautomatisierung von Prozessen genutzt werden können. Für Einsteiger bietet das Unternehmen die sogenannte Community-Version an. Professionelle Anwender können auf die kostenpflichtige Enterprise Version zurückgreifen. In einer eigenen Academy bietet UiPath die Möglichkeit, die Programmierung eines Software-Roboters zu erlernen. Mit dem Absolvieren der verschiedenen Lernprogramme erhalten die Teilnehmer einen vollwertigen Einstieg in die Thematik RPA. 

4 Gründe für Customer Education

  • Neue Kunden gewinnen: Heben Sie Ihr Content Marketing auf das nächste Level und grenzen Sie sich von anderen Blogs und Whitepapers ab. Gewinnen Sie neue Kunden mit Educational Content. ​
  • Produktnutzung verbessern: Gestalten Sie digitale, vollautomatisierte Onboardings. Entlasten Sie Ihr Support Team und erweitern Sie Ihr Customer Success Team.
  • Kundenbindung erhöhen: Halten Sie Kunden länger und verwandeln Sie sie in Fürsprecher, mit einem dauerhaften Zugriff auf wertvolle Bildungsinhalte und Trainings.
  • Umsätze steigern: Bepreisen und verkaufen Sie Ihre Schulungen über ein integriertes E-Commerce-System. Entdecken Sie neue Wege der Umsatzsteigerung.

Wie kann ich Kundenweiterbildung in meinem Unternehmen einsetzen?

1. Produktweiterbildungen

Wer erklärungsbedürftige oder anwendungsorientierte Produkte verkauft, steht vor vielen Herausforderungen. Häufig haben Software-as-a-Service und Technologie Unternehmen das Problem, das ihr Produkt kompliziert ist. Das Produkt muss verstanden und genutzt werden. Bestmöglich auf eine lange Zeit. Dafür eigenen sich Kundenweiterbildungen sehr gut. Mithilfe von Produktschulungen werden Kunden vollkommen automatisiert auf ein Produkt geschult und erlernen orts- und zeitunabhängig den Umgang mit dem Produkt. Ist ein Kunde erstmal mit dem Produkt vertraut, so helfen weiterführende Schulungen, Tutorien und Masterclasses einen tieferen Einblick in das Produkt zu gewinnen. Kunden werden zu echten Profis und fühlen sich mit dem Produkt und der Marke wohl.

2. Allgemeine Weiterbildungen

Mit allgemeinen Weiterbildungen begeistern Unternehmen Neu- & Bestandskunden. Mit kostenlosen oder kostenpflichtigen Weiterbildungen – in relevanten Themen – gewinnen Sie die Aufmerksamkeit und das Vertrauen Ihrer Kunden. Die Bäckerei kann Backkurse anbieten, der Sport-Autohersteller eine Drift-Schule und das Marketing Startup begeistert Kunden mit einer Online-Marketing-Schulung. Alles ist möglich und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Überzeugn Sie Ihre Kunden mit fantastischen Weiterbildungsmöglichkeiten.

Möglichkeiten für Customer Education

  • Blogs, E-Books, Podcast, Whitepaper
  • Video Tutorials
  • Micro-Learning
  • Case Studies
  • Webinare & Livestreams
  • Seminare & Meetups
  • Online-Kurse & Online-Trainings

Eine Online-Academy aufbauen

Wer mit Kundenweiterbildung begeistern will braucht eine leistungsstarke und zuverlässige E-Learning-Plattform. Echte Weiterbildungen brauchen einen Rahmen (den Online-Kurs) in dem sich die Lernenden voll und ganz auf die Inhalte konzentrieren können. Quizze und Tests, Social Learning und Zertifikate begleiten die Lernerfahrung. Wer bereits Inhalte besitzt bspw. Webinar-Aufnahmen, Whitepaper usw. sollte bei der Wahl einer Plattform darauf achten, diese auch unabhängig eines Kurses in einer Bibliothek hochladen zu können. Hier sind einige Funktionen, die eine Lernplattform im besten Fall unterstützt:

  • Online-Kurse
  • Quizze und Tests
  • Inhalte als Download möglich
  • Zertifikate
  • Bibliotheken
  • Social Learning & Gamification
  • Challenges & Contests
  • Webinare und Livestreams
  • Anpassbares Design
  • Multiple Akademien
  • Modulare Verwendung von Inhalten
  • Kollaboratives Erstellen von Inhalten
  • E-Commerce

Fazit

Customer Education kann Ihr Unternehmen aus der Masse hervorstechen lassen und eine langfristige Bindung zu Ihren Kunden erzeugen. Die Schulung von Kunden hilft ihnen, das volle Potenzial Ihrer Produkte zu erkennen und schrittweise zu einer neuen oder anspruchsvolleren Nutzung überzugehen. Die Kunden erhalten einen umfassenden Leitfaden, der die meisten, wenn nicht sogar alle Fragen beantwortet, die sie bei der Einführung ihres Produkts haben könnten.

LMS und DSGVO – was zu beachten ist

von Andreas Bersch

Bei der Auswahlentscheidung für ein LMS wird aus gutem Grund auf die Vereinbarkeit mit den Anforderungen des Datenschutzes und der DSGVO geachtet. Gerade deutsche oder europäische Unternehmen aus dem Mittelstand sind oft verunsichert, in welchem Umfang die Anforderungen der DSGVO zu beachten sind. Deutsche Unternehmen bevorzugen in der Regel einen deutschen Anbieter, weil dort der […]

Artikel lesen

Aus der Kategorie:

08/09/2022

Digitale Weiterbildung datenschutzkonform gestalten

von Sofie Bräutigam

Um die Arbeit mit einem LMS datenschutzkonform zu gestalten, muss man vor allem eines beachten: die personenbezogenen Daten. Immer dann, wenn auf irgendeine Art und Weise personenbezogene Daten verarbeitet werden, kommen Datenschutzgesetze wie die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) oder auch das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) zur Anwendung. Zu den personenbezogenen Daten zählen alle Angaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer Person. […]

Artikel lesen

Aus der Kategorie:

07/01/2022

Aus der Kategorie:

Buchstabenblöcke mit Wort DSGVO für Datenschutzverordnung bei digitalen Unterweisungen im e-Learning
Quelle: Shutterstock

Um die Arbeit mit einem LMS datenschutzkonform zu gestalten, muss man vor allem eines beachten: die personenbezogenen Daten. Immer dann, wenn auf irgendeine Art und Weise personenbezogene Daten verarbeitet werden, kommen Datenschutzgesetze wie die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) oder auch das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) zur Anwendung. Zu den personenbezogenen Daten zählen alle Angaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer Person. Bei der Nutzung eines LMS gehören hierzu z. B. Vor- und Nachname, E-Mail-Adresse, Personalnummer, Organisationseinheit oder die Sprache des Nutzers.

Ihr LMS: Eine Maschine zur Datenverarbeitung

Verfügt Ihr Unternehmen über einen Datenschutzbeauftragten, wird ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten für personenbezogene Daten vermutlich bereits existieren. Dabei bilden Ihre Trainingsaktivitäten im LMS nur eine Rubrik der Verarbeitung personenbezogener Daten z.B. neben Ihrer Mitarbeiter- oder Kundendatenbank. Hat Ihr Unternehmen keinen Datenschutzbeauftragten, sollten Sie sich intern oder auch extern mit qualifizierten Fachleuten verstärken, um sich so schnell wie möglich einen Überblick über Ihre Situation zu verschaffen.

Sobald Sie in Ihrem LMS den Namen von auch nur einem Lerner erfassen, verarbeiten sie personenbezogene Daten. Besondere Vorschriften gelten, wenn Sie auch Daten über minderjährige Azubis in ihrem LMS führen oder falls Sie auch Spezialinformationen, wie z.B. besondere Anforderungen bei der Unterbringung für Präsenzveranstaltungen dokumentieren müssen. In diesem Fall handelt es sich sogar um besonders sensible und schutzwürdige Daten im Sinne der DSGVO, die nur aufgrund besonderer Erlaubnistatbestände überhaupt verarbeitet werden dürfen.

Transparenz der Datenverarbeitung: Das A und O

Viele LMS am Markt haben in Hinblick auf das Inkrafttreten der DSGVO neue Features oder Plugins veröffentlicht. Die Mehrheit der LMS-Lösungen für den professionellen Einsatz ist bereits so ausgelegt, dass der Nutzer bei dem ersten Login die Kenntnisnahme von einer Datenschutzerklärung bestätigen muss. Hier müssen Sie die Lerner transparent über die Verwendung ihrer Daten für den Zweck der Trainingsorganisation informieren, sie über Ihre Rechte und die Dauer der Speicherung aufklären und ggf. einen verantwortlichen Datenschutzbeauftragten benennen. Sollte sich herausstellen, dass der aktuelle Text Ihrer Datenschutzerklärung nicht DSGVO-konform ist, muss er ggf. angepasst und von den Lernern erneut bestätigt werden.

Um das Risiko zu vermeiden, dass andere gesetzlichen Erlaubnistatbestände eventuell nicht eingreifen, sollte Ihr LMS so ausgelegt sein, dass eine wirksame Einwilligung des Nutzers in die Datenverarbeitung eingeholt wird, wobei dem Nutzer jedoch die Möglichkeit offenstehen muss, diese Einwilligung auch genauso einfach zu widerrufen, wie sie erteilt wurde. Willigt ein Nutzer in die Datenverarbeitung nicht ein oder widerruft er die Einwilligung, sind die meisten LMS so eingestellt, dass dieser Nutzer Ihre Schulungsdienste über das LMS nicht mehr in Anspruch nehmen kann. Das stellt Sie womöglich vor einer Herausforderung, wenn es in Ihrem LMS verpflichtende Trainings gibt, die so wichtig sind, dass sie alle Mitarbeiter ohne Ausnahme absolvieren müssen – z.B. ein Trainings zu Arbeitssicherheit oder elektronische Sicherheitsunterweisungen für bestimmte Maschinen. Hier ist noch unklar, ob die Datenverarbeitung in einem solchen Fall auch ohne die Einwilligung des Nutzers über einen der Erlaubnistatbestände aus Art. 6 oder 9 EU-DSGVO gerechtfertigt werden kann.

Altbestände anonymisieren

In der Praxis ist es auch oft der Fall, dass die Lernerdatenbank aus einem Altsystem geerbt wurde oder das System initial aus Lernerlisten im Excel-Format befüllt wurde, bevor es im Unternehmen eine Datenschutzerklärung für das Trainingsgeschäft gab. Bei solchen externen Quellen ist Vorsicht geboten. Wenn die Zielgruppe Ihrer Akademie hauptsächlich aus häufig wechselnden Externen (z.B. Anwendern, Händlern) besteht, dann ist es sicher nicht sinnvoll oder möglich, die „Karteileichen“ für die Bestätigung einer neuen Datenschutzerklärung zu kontaktieren.

Eher können Sie Altbestände (z.B. Nutzer ohne Trainingsaktivitäten in den letzten 10 Jahren) bei Bedarf anonymisieren. Diese radikale Maßnahme steht jedoch eigentlich im direkten Zielkonflikt mit dem Sinn und Zweck eines LMS. Ein solches System ist nämlich darauf auslegt, Informationen über Lerner und Lernverhalten dauerhaft auszuwerten und langfristig zu dokumentieren. Hier muss man noch auf entsprechende Rechtsprechung warten, ob solche Maßnahmen tatsächlich auch gefordert werden. Eine Pseudonymisierung kann in dem Zeitraum bis zum Erreichen der Löschfrist eine gute datenschutzkonforme und dennoch auditsichere Lösung für ältere Datenbankeinträge darstellen, z.B. durch die Aufbewahrung von Lerner- und Trainingsdaten in getrennten Tabellen auf unterschiedlichen Serverbereichen mit einer möglichen Zuordnung über eine eindeutige ID.

Prozesse gehen vor Technik

In der Praxis ist nicht davon auszugehen, dass LMS-Nutzer häufig von ihrem Recht Gebrauch machen werden und willkürlich ihre Einwilligungserklärung widerrufen. Dennoch sollten Sie sich darüber Gedanken machen, wie Sie mit solchen Anforderungen im Fall der Fälle konkret umgehen wollen. Beantragt ein Nutzer die Löschung aller Daten, die sie über ihn gespeichert haben, haben Sie dafür in der Regel gemäß Art. 12 Abs. 3 DSGVO eine bindende Frist von einem Monat. Der Antrag darf auch formlos erfolgen, z.B. telefonisch.

Weitere LMS-relevante Features in Hinblick auf die DSGVO wären auch die leichtere Möglichkeit für den Nutzer, ihn betreffende Daten einzusehen und zu berichtigen und in einem gängigen Format wie JSON oder XML exportieren zu lassen, um sie bei einem anderen Anbieter einspielen zu lassen. Dadurch könnte der Lerner viel leichter als bisher seine Bildungshistorie zu seinem nächsten Arbeitgeber „mitnehmen“. Hier könnte der Begriff „lebenslanges Lernen“ auch in Kombination mit neuen Technologien wie xAPI/TinCan eine neue Dynamik bekommen. Auch die Themen „Privacy by design“ (Datenschutz durch Technik) und „Privacy by Default“ (datenschutzfreundliche Voreinstellungen) sind nun stärker gesetzlich verankert. Diese Neuerungen sollten sich im LMS durch neue Features und eine Aktualisierung der Oberfläche wiederfinden.

Neue Anforderungen an IT-Sicherheit

Wenn Sie Ihr LMS on premise hosten, kommen mit der DSGVO auch verstärkte Anforderungen an die IT-Sicherheit auf Sie zu. Sie müssen angemessene technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) treffen, wie das rechtzeitige Einspielen von Updates und eine ausreichend sichere Verschlüsselung der Datenübertragung, potentiell datenschutzrelevante Critical Incidents beobachten und diese dann ggf. der Aufsichtsbehörde und den Nutzern melden.

Wird Ihr LMS als SaaS gehostet, sollte der LMS-Anbieter diese Leistungen für Sie übernehmen. Auch Anbieter mit Sitz außerhalb der EU unterfallen dem Anwendungsbereich der DSGVO, sofern sie ihre Leistungen innerhalb der EU anbieten und müssen daher ein Schutzniveau gewährleisten, das den Anforderungen der DSGVO genügt.

Unabhängig davon, ob Ihr LMS gekauft oder gemietet ist, müssen Ihre Administratoren für einen sicheren Umgang mit personenbezogenen Daten verstärkt sensibilisiert werden. Dies fängt bei der tatsächlichen Einhaltung der Passwortrichtlinien und Best Practices beim Email-Versand, wie z.B. BCC-Feld nutzen und mit personenbezogenen Daten in Reports kritisch, sorgfältig und vertraulich umgehen. Vielleicht müssen Sie auch neue Regeln schaffen, wenn Ihre Mitarbeiter LMS-Arbeiten im Homeoffice oder auf privaten Geräten erledigen dürfen.

Falls Ihr Unternehmen auch dem Trend „Learning Analytics“ folgen möchte, muss genau geprüft werden, wie Sie ihr Vorhaben datenschutzkonform gestalten können, da hier das Kriterium der Zweckbindung bei der Datenerhebung nicht immer erfüllt ist. Beim Social Learning sollten sie durch ein geeignetes Berechtigungskonzept sicherstellen, dass nur Nutzer sich gegenseitig sehen, die dem auch zugestimmt haben. Wenn Sie sich für die neue Technologien VR/AR und xAPI interessieren, ist je nach Anwendungsszenario eine Datenschutz-Folgenabschätzung sinnvoll und kann Sie bei der Konformitätsdokumentation im Fall der Fälle vor hohen Strafen bewahren.

Fazit

Auf der sicheren Seite beim Thema DSGVO sind Sie erst, wenn Sie sich in Detail und ggf. mit der Unterstützung eines fachkundigen Datenschutzbeauftragen darüber Gedanken gemacht haben, wie Sie nicht nur Ihr LMS, sondern auch Ihre Trainingsprozesse datenschutzkonform gestalten können. Hier dürfen sich Unternehmen, insbesondere Mittelständler, nicht nur auf die Technik Ihres LMS verlassen.

LMS und DSGVO – was zu beachten ist

von Andreas Bersch

Bei der Auswahlentscheidung für ein LMS wird aus gutem Grund auf die Vereinbarkeit mit den Anforderungen des Datenschutzes und der DSGVO geachtet. Gerade deutsche oder europäische Unternehmen aus dem Mittelstand sind oft verunsichert, in welchem Umfang die Anforderungen der DSGVO zu beachten sind. Deutsche Unternehmen bevorzugen in der Regel einen deutschen Anbieter, weil dort der […]

Artikel lesen

Aus der Kategorie:

08/09/2022

Was ist Customer Education?

von Sofie Bräutigam

Customer Education (dt. Kundenweiterbildung bzw. Produktschulungen) ist der Prozess der Entwicklung einer formalisierten Schulungsinitiative, die den Kunden hilft, schnell Erfolge mit einem Produkt zu haben und den wahren Wert eines Produkts oder einer Dienstleistung zu erkennen. Sie ist die Kunst, Kunden mit Weiterbildung zu überzeugen. Viele Software Unternehmen setzen bereits auf eine Customer Education Strategie […]

Artikel lesen

Aus der Kategorie:

17/01/2022

Aus der Kategorie:

E-Learning Trends
Was sind die wichtigsten und größten Trends im E-Learning? Wohin geht die Reise und was macht erfolgreiches E-Learning aus?

Die Menschheit hat in den letzten Jahren eine noch nie dagewesene Situation erlebt. Es ist sehr traurig, wenn wir auf die menschlichen und wirtschaftlichen Verluste zurückblicken, die durch die Corona-Pandemie verursacht wurden. Die Pandemie führte jedoch auch zu zahlreichen Veränderungen auf den globalen Märkten, die in einigen Branchen zu einem enormen Wachstum führten. Während mehrere Branchen von der Corona-Pandemie betroffen waren, verzeichnete die E-Learning-Branche ein enormes Wachstum und zeigte ihr Potenzial für technologischen Fortschritt. Der unerwartete Ansturm auf die E-Learning-Branche hat die Türen zu unbegrenzten Möglichkeiten geöffnet. Das Potenzial, das die Welt im Online-Lernen gesehen hat, ist überwältigend. Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Non-Profit-Organisationen – sie alle tendieren zu Online-Bildungsangeboten. Mit dem zunehmenden Interesse der globalen Wirtschaftsgemeinschaft an Online-Bildung haben auch die E-Learning-Trends ihre Richtung geändert; daher finden in der Branche bedeutende technologische Entwicklungen statt. Große Zeiten in der E-Learning-Branche stehen uns noch bevor! Wir zeigen Ihnen, was Sie im Jahr 2022 von der E-Learning-Branche erwarten können. Die E-Learning-Branche hat massiv von den sich ändernden Lerngewohnheiten und der Zunahme des virtuellen Interesses profitiert. Die folgenden E-Learning-Trends werden den Weg zu einer neuen und intelligenten Art des Lernens weisen:

Künstliche Intelligenz

Einer der neusten E-Learning-Trends, die im Mittelpunkt der Diskussion stehen, ist die künstliche Intelligenz (KI). Die Rolle der KI wird beim Online-Lernen immer wichtiger, da sie bei der Personalisierung des Lernens bewundernswerte Fähigkeiten gezeigt hat. KI spielt eine entscheidende Rolle bei der Erfassung und Analyse von Daten der Lernenden auf LMS-Plattformen, wie z. B. Stärken, Schwächen, Interessen und Fähigkeiten. Mit Hilfe von KI können die Lernpfade der Mitarbeiter sehr detailliert verstanden und analysiert werden. Unternehmen und große Bildungseinrichtungen nutzen KI, um sprachgesteuerte Bots zu entwickeln, die die Suche nach Inhalten vereinfachen. Sie helfen den Mitarbitern, die gewünschten Kurse mit Leichtigkeit zu finden und ihre Lernerfahrung zu verbessern.

Immersive Technologien

Neben der künstlichen Intelligenz hat das immersive Lernen ein enormes Potenzial im Kaleidoskop des E-Learning gezeigt. Dazu gehören Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR) und Extended Reality (XR). Immersive Technologien schaffen mit Hilfe von AR- und VR-Geräten eine Lernumgebung, die den Mitarbeitern einen künstlich erzeugten Raum bietet, der in der Realität nur sehr kostspielig und schwer zu schaffen ist. Sie tragen dazu bei, die Kluft zwischen Theorie und praktischen Anwendungen zu verringern, was letztlich zur Entwicklung vielversprechender Lösungen führt.

Spielbasiertes Lernen

Gamification im E-Learning ist ein aufstrebendes Phänomen, das bereits von zahlreichen LMS-Plattformen übernommen wurde. Es beinhaltet den Einsatz von Spielmechanismen, um das Publikum in den Lernprozess einzubinden und die Standards für Zuverlässigkeit zu erhöhen. Mitarbeiter sind nach einer spielerischen Schulung motivierter, ihre Aufgaben zu erledigen. Spielbasiertes Lernen wird im Jahr 2022 zu einer der Säulen der E-Learning-Strategie werden, da die Unternehmen bereit sind, immer mehr für ein spielbasiertes Lernerlebnis auszugeben. Die bisherige Anwendung von Gamification hat der Welt gezeigt, wie nützlich sie sein kann, da sie das Engagement und die Bindung der Lernenden fördert und einen gesunden Wettbewerb unter den Mitarbeitern anregt.

Big Data-Analytik

Die Welt entwickelt sich weiter und damit auch die Art und Weise, wie Menschen lernen. Die Taktiken, die gestern für eine effektive Lernerfahrung eingesetzt wurden, funktionieren morgen vielleicht nicht mehr. Die Bedürfnisse der Mitarbeiter ändern sich und erfordern eine individuellere Betreuung. Um eine personalisierte Lernumgebung zu schaffen, müssen wir die Big Data-Analyse fest im Griff haben. Big-Data-Analysen umfassen alle von den Benutzern während ihrer Interaktion mit dem Schulungsmodul Ihrer E-Learning-Plattform erstellten Inhalte. Durch das Sammeln und Analysieren der Nutzerdaten können Sie sich an die individuellen Bedürfnisse Ihrer Lernenden anpassen. Im Jahr 2022 wird derjenige erfolgreich sein, der das Verhalten und die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter versteht und darauf reagiert.

Micro-Learning

Micro-Learning ist eine Methode, bei der die Lernenden mundgerecht aufbereitete Inhalte in einem bestimmten Zeitraum vermittelt bekommen. Die zeiteffektiven und medienreichen Inhalte des Micro-Learnings erleichtern das effektive Lernen der Mitarbeiter und erhöhen die Behaltensrate des Wissens. Micro-Learning ist einer der wichtigsten Trends in der E-Learning-Branche. Micro-Learning ist besonders in Unternehmen beliebt, die ihre Arbeitsabläufe ständig ändern und in einem hohen Tempo arbeiten.

Adaptives Lernen

Dieser E-Learning-Trend ist seit einigen Jahren in aller Munde und wird auch in den kommenden Jahren weiter im Trend liegen. Mit adaptivem Lernen können die Mitarbeiter in ihrer eigenen Zeit und ihrem eigenen Tempo lernen. Im Jahr 2022 wird das adaptive Lernen voraussichtlich neue Höhen erreichen, da es mit künstlicher Intelligenz integriert wird. Die Mitarbeiter können dann selbst entscheiden, welche Art von Lernpfad sie beim adaptiven Lernen wählen möchten.

Videobasiertes Lernen

Der Einsatz von Videos ist in letzter Zeit zu einem festen Bestandteil von Online-Schulungen geworden und wird auch in Zukunft im Mittelpunkt der E-Learning-Plattformen stehen. Eine Umfrage hat ergeben, dass 69 % der Verbraucher das Ansehen von Videos dem Konsumieren anderer Inhalte vorziehen. Heutzutage sehen sich Lernende lieber Demos, Tutorials, Videovorlesungen und andere Arten von Videoinhalten an als Lehrbücher oder Handbücher. Videos sind visuell ansprechender, fesselnder und haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie die Informationen besser vermitteln als jede andere Art des Lernens.

Soziales Lernen

Soziales Lernen ist nicht auf das Lernen vor Ort beschränkt, sondern kann auch online stattfinden. E-Learning-Plattformen nutzen kreative und innovative Ansätze, um die Interaktion zwischen den Nutzern durch Teamarbeit und gemeinsame Aufgaben zu fördern.

Sind Sie bereit für die Zukunft?

Wir sehen diese Trends als die bevorzugten Lernformen und -methoden im kommenden Jahr voraus. Unabhängig davon, ob es sich um Trends in der Lerntechnologie oder bei den Lerninhalten handelt, werden sich diese Trends weiterhin auf die Art und Weise auswirken, wie Mitarbeiter lernen und Unternehmen von diesen Modalitäten und Maßnahmen profitieren. Während die Mitarbeiter in der Lage sind, das Gelernte besser auf ihre Arbeit anzuwenden und das Gelernte zu behalten, werden die Unternehmen mehrere Arbeitsstunden für Schulungen einsparen, wenn diese Tools und Methoden effektiv eingesetzt werden. Unternehmen müssen diese Tools und Methoden nutzen, um in ihrem Bestreben, agilere und anpassungsfähigere lernende Organisationen zu werden, Fortschritte zu machen.

LMS und DSGVO – was zu beachten ist

von Andreas Bersch

Bei der Auswahlentscheidung für ein LMS wird aus gutem Grund auf die Vereinbarkeit mit den Anforderungen des Datenschutzes und der DSGVO geachtet. Gerade deutsche oder europäische Unternehmen aus dem Mittelstand sind oft verunsichert, in welchem Umfang die Anforderungen der DSGVO zu beachten sind. Deutsche Unternehmen bevorzugen in der Regel einen deutschen Anbieter, weil dort der […]

Artikel lesen

Aus der Kategorie:

08/09/2022

Was ist Customer Education?

von Sofie Bräutigam

Customer Education (dt. Kundenweiterbildung bzw. Produktschulungen) ist der Prozess der Entwicklung einer formalisierten Schulungsinitiative, die den Kunden hilft, schnell Erfolge mit einem Produkt zu haben und den wahren Wert eines Produkts oder einer Dienstleistung zu erkennen. Sie ist die Kunst, Kunden mit Weiterbildung zu überzeugen. Viele Software Unternehmen setzen bereits auf eine Customer Education Strategie […]

Artikel lesen

Aus der Kategorie:

17/01/2022

Aus der Kategorie:

LMS Funktionen

Eine benutzerfreundliche Oberfläche, fortschrittliche Berichterstellung und Anbieter-Supportdienste sind nur einige der wichtigen LMS Funktionen, auf die es ankommt. Wir erklären Ihnen, welche weiteren Funktionen essentiell für die Auswahl einer digitalen Lernplattform sind. So wird Ihr E-Learning Projekt garantiert ein Erfolg.

Wählen Sie die richtige Lernplattform und machen Sie Ihr E-Learning Projekt zum vollen Erfolg!

Sie haben nur eine Chance, in die passende Online-Schulungssoftware zu investieren. Das richtige LMS zu finden ist der erste entscheidende Schritt in Ihrem E-Learning Projekt. Alle Komponenten müssen stimmen, damit Sie personalisierte Online-Schulungen durchführen und Risiken minimieren können. Sie fragen sich, auf welche LMS Funktionen Sie achten sollen, um die besten Lernerfolge zu ermöglichen und kostspielige Compliance-Verstöße zu vermeiden? Hier kommt unsere Antwort.  

12 LMS Funktionen auf die es ankommt 

1. Gamification

Gamification meint, dass ein eigentlich ernster Prozess spielerische Elemente beinhaltet, um die Motivation der Teilnehmenden zu steigern. Ihnen als Unternehmen hilft Gamification dabei, die Teilnahmequoten sowie den Lernerfolg im E-Learning zu erhöhen und die Top-Performer in Ihrem Team zu erkennen. Der Teilnehme, der die meisten Abzeichen verdient oder den ersten Platz in der Rangliste erreicht hat, ist womöglich ein guter Kandidat für ein Peer-Coaching. Zudem entdecken Sie so, welche Mitarbeiter durch ihre Initiative und Ehrgeiz womöglich als Führungskräfte geeignet sind. Mehr zum Thema Gamification im Unternehmen finden Sie hier.

2. Benutzerfreundlichkeit 

Die Bedienung der Plattform sollte intuitiv erfolgen und leicht verständlich sein. Bedenken Sie, dass nicht alle Ihrer Mitarbeiter technisch affin sind und vermutlich Respekt vor dem neuen Lernkonzept haben. Eine herausragende Benutzerfreundlichkeit ist deshalb essentiell. Normalerweise können Sie LMS Plattformen für einen gewissen Zeitraum ausprobieren, bevor Sie sich für ein Angebot entscheiden müssen. Nutzen Sie das unbedingt!

3. Autorentool 

Aktualisieren Sie Inhalte schnell und entwickeln Sie neue Online-Ressourcen, um mit den Vorschriften, Richtlinien und Protokollen Schritt zu halten. Ein integriertes Autorentool war bisher nur High-End-Plattformen vorbehalten. Glücklicherweise bieten viele Anbieter von LMS für die Einhaltung von Vorschriften jetzt ein Gesamtpaket an, da sie die Notwendigkeit schneller Überarbeitungen erkannt haben. Veraltete Inhalte erhöhen das Risiko von Regelverstößen, da die Mitarbeiter nicht über die aktuellen Informationen verfügen. Ein LMS mit Autorentools spart auch Kosten, da Sie kein zusätzliches Tool zur Erstellung von Inhalten kaufen müssen

4. Zertifikate als Belohnung 

Zertifikate motivieren die Mitarbeiter und geben Ihnen einen besseren Überblick über ihre Entwicklung. Sie helfen aber auch, die Gesamtleistung zu verfolgen und verbesserungswürdige Bereiche zu ermitteln. Fast als wichtigster Punkt ist hinzuzufügen, dass mit den Zertifikaten in vielen Unternehmen gesetzliche Compliance-Richtlinien erfüllt werden. Um hier auf der rechtlich sicheren Seite zu sein ist es ein absolutes Muss, über ein ordentliches Zertifikatsmanagement auf der LMS Plattform zu verfügen. 

5. Benutzerdefinierte Berichte 

Eine der wichtigsten Aufgaben Ihrer E-Learning Abteilung ist es, den Lernfortschritt und die Entwicklung Ihrer Mitarbeiter zu monitoren. Die digital learning platform sollte Ihnen ermöglichen, Berichte z.B. zum Lernstand von einzelnen Teilnehmern zu erstellen. Die zu verfolgenden Metriken und die Art und Weise, wie Sie die Daten betrachten, sollten Sie selbst bestimmen können. Darum ist eine der wichtigsten LMS Funktionen die Erstellung benutzerdefinierter Online-Berichte.  

6. Interne Vernetzung 

Suchen Sie ein System, mit dem Sie Benutzerrollen zuweisen und relevante Berichte an wichtige Teammitglieder weiterleiten können. So werden beispielsweise Berichte über den Zertifizierungsfortschritt an die Vertriebsleiter gesendet, damit sie für leistungsschwache Mitarbeiter aufmunternde Worte und individuelle Förderungsmöglichkeiten finden können. Dazu gehören auch anpassbare Datenvisualisierungen, die z.B. negative Trends im Lernverhalten aufzeigen. Das verhindert eventuelle Compliance-Katastrophen. 

7. Mehrsprachige Unterstützung 

Die mehrsprachige Unterstützung ist eine der wichtigsten Anforderungen für globale Unternehmen. Wenn Ihre Mitarbeiter verschiedene Sprachen sprechen, benötigen sie möglicherweise Online-Schulungsmaterialien in ihrer Muttersprache. Ein mehrsprachiges LMS stellt sicher, dass jeder die gleichen Erfahrungen und Vorteile aus Ihrem Online-Schulungsprogramm zieht und Sie alle Mitarbeiter nach den gesetzlichen Vorschriften schulen können. 

8. Live-Video 

Mit einer digital learning platform, die auch Live-Formate unterstützt, können Sie nicht nur On-Demand E-Learnings integrieren, sondern die Lernmöglichkeiten deutlich erweitern. Live-Video-LMS-Funktionen sind ideale Lerninhalte, die nicht standardisiert in einem E-Learning verpackt werden können. Außerdem kann man mit den Live-Möglichkeiten sehr kurzfristig auf notwendige Updates reagieren. Ist diese Woche ein neues Gesetz in Kraft getreten, das sich auf das Team auswirkt? Kein Problem. Organisieren Sie einfach eine Online-Live-Veranstaltung und informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die neuesten Entwicklungen. 

9. Ansprechendes Design  

Das Auge isst mit. Nicht nur die Inhalte müssen bei einer Lernplattform überzeugen, sondern auch das Design muss ansprechend sein. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, allerdings haben Sie bei den meisten LMS Plattformen die Möglichkeit, sie für einen gewissen Zeitraum auszuprobieren. So können Sie Ihren Mitarbeitenden verschiedenen Plattformen zeigen und demokratisch abstimmen lassen. 

10. Lernen mit Kollegen 

Im Idealfall biete die Lernplattform Ihrer Wahl die Möglichkeit, dass Ihre Mitarbeitenden in den Kursen miteinander interagieren oder Kurse gemeinsam belegen können. Das kann zum Beispiel über eine eingebaute Kommentarfunktion erfolgen, dank der die Mitarbeiter Kommentare füreinander hinterlassen können. Soziales Lernen steigert die Motivation. 

11. Mobiles Lernen 

Ein großer Vorteil von eLearning ist, dass das Lernen von überall aus und zu jeder Tageszeit geschehen kann. Dafür ist jedoch essentiell, dass die LMS Plattform Ihrer Wahl auf verschiedenen Geräten funktionsfähig ist. Computer, Tablet und Smartphone sollten von der Plattform abgedeckt werden, um Ihren Mitarbeitenden volle Flexibilität zu ermöglichen. Zu bedenken ist auch, dass die digital learning platform mit Netzwerken außerhalb des Firmennetzwerks aufgerufen werden kann. 

12. Supportfunktion 

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Lernplattform unbedingt darauf, dass es einen Supportservice gibt, den Sie zu festen Zeichen erreichen können. Bestenfalls per Mail UND per Telefon, sowie in Deutschland ansässig. Sprachbarrieren und andere Zeitzonen können die Probleme noch vergrößern. 

Zusammenfassung

Suchen Sie nach einem All-in-One-Learning-Management-System, das die für Sie passenden LMS Funktionen enthält. Wichtig ist – investieren Sie lieber etwas mehr Zeit in die Suche, denn Software nachträglich zu wechseln ist oft sehr zeitaufwendig. Es müssen nicht ALLE Kriterien erfüllt sein, die wir oben genannt haben. Definieren Sie die LMS Funktionen, die für Sie besonders wichtig sind und wählen Sie die perfekte Lernplattform für Ihren Bedarf. 

LMS und DSGVO – was zu beachten ist

von Andreas Bersch

Bei der Auswahlentscheidung für ein LMS wird aus gutem Grund auf die Vereinbarkeit mit den Anforderungen des Datenschutzes und der DSGVO geachtet. Gerade deutsche oder europäische Unternehmen aus dem Mittelstand sind oft verunsichert, in welchem Umfang die Anforderungen der DSGVO zu beachten sind. Deutsche Unternehmen bevorzugen in der Regel einen deutschen Anbieter, weil dort der […]

Artikel lesen

Aus der Kategorie:

08/09/2022

Was ist Customer Education?

von Sofie Bräutigam

Customer Education (dt. Kundenweiterbildung bzw. Produktschulungen) ist der Prozess der Entwicklung einer formalisierten Schulungsinitiative, die den Kunden hilft, schnell Erfolge mit einem Produkt zu haben und den wahren Wert eines Produkts oder einer Dienstleistung zu erkennen. Sie ist die Kunst, Kunden mit Weiterbildung zu überzeugen. Viele Software Unternehmen setzen bereits auf eine Customer Education Strategie […]

Artikel lesen

Aus der Kategorie:

17/01/2022

Aus der Kategorie:

E-Learning Vertriebsschulung
E-Learning für den Vertrieb kann einfach sein mit hochwertigen Kursen und einem guten LMS

Für Unternehmen überall auf der Welt sind die Vertriebsschulungen entscheidend für den Erfolg. Die Verkaufsteams stehen jeden Tag im Wettbewerb um Kunden. Kunden zu closen macht nicht nur Spaß, sondern auch notwendig, damit Ihr Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt. Doch welche Maßnahmen können Sie ergreifen, um den Vertrieb zu verbessern?

Der Einsatz eines LMS, das Sie dabei unterstützt, das Produktwissen und die Vertriebsskills Ihres Vertriebsteams zu erweitern, dieses Wissen mit anderen zu teilen und regelmäßige Leistungsüberprüfungen durchzuführen, kann die Produktivität und den Erfolg des Teams erheblich steigern.

Warum ist Vertriebstraining mit einem LMS so wichtig?

Ihre Vertriebsschulungen sind ein entscheidender Faktor für das Erreichen der Umsatzziele Ihres Unternehmens. Vertriebsschulungen bestehen in der Regel aus gelegentlichen Treffen und Präsenzschulungen. Dies sind zwar gute Komponenten, aber sie sind nicht das A und O einer guten Vertriebsschulung.

Als Teil Ihrer Vertriebsschulungen müssen Sie das Gelernte kontinuierlich festigen und Ihre Vertriebsteams stetig weiterentwickeln. Unternehmen, die stark vom Erfolg ihrer Vertriebsteams abhängen, brauchen mehr als nur Standardschulungen. Sie brauchen ein System, das regelmäßige Schulungsmöglichkeiten bietet. Ihr Vertriebsteam verdient den Zugang zu Fachexperten, internen Bestenlisten und Lernpfaden, um produktiv und leistungsfähig zu bleiben.

Ein System in einem passenden LMS versorgt die Vertriebsmitarbeiter mit den Informationen, die sie für ihren Erfolg benötigen. Darüber hinaus können sie aus der Ferne auf Schulungen zugreifen und Informationen erhalten, wenn sie diese benötigen. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da Vertriebsmitarbeiter z.B. im Außendienst of unterwegs sind. Durch E-Learning können sie in Echtzeit auf Schulungsprogramme und andere Inhalte zugreifen, egal, wo sie sich gerade befinden.

Das Onboarding ist zwar eine wichtige Komponente für die Entwicklung eines erfolgreichen Vertriebsmitarbeiters, aber damit ist die Schulungsreise noch lange nicht zu Ende. Das LMS, für das Sie sich entscheiden, muss in der Lage sein, mit der kontinuierlichen Schulung Schritt zu halten. Onboarding-Programme können mit herkömmlichen oder einfach Lernmanagementsystemen auskommen, aber sie können in der Regel keine anspruchsvollen Unternehmensschulungen durchführen. Das LMS, für das Sie sich entscheiden, muss in der Lage sein, umfassende, ansprechende Lernerfahrungen auch für unterwegs bereitzustellen.

Mit dem richtigen LMS sind die Informationen für den modernen Lernenden jederzeit leicht zugänglich. Indem Sie Ihren Teams die benötigten E-Learning-Materialien online zur Verfügung stellen, stellen Sie sicher, dass sie auch dann auf dem Laufenden bleiben, wenn sie zu einem Treffen mit einem potenziellen Kunden oder zu einem Verkaufsgespräch eilen.

Tipps für E-Learning mit einem LMS

Der erste wichtige Schritt zum Schulungserfolg besteht darin, herauszufinden, was die Vertriebsmitarbeiter brauchen, was sie wollen und wie und welche Informationen sie lernen sollen. Sobald Sie die Erwartungen und Bedürfnisse kennen, die Sie erfüllen müssen, um Ihre Vertriebsmitarbeiter effektiv zu schulen, können Sie mit der Implementierung des richtigen E-Learning beginnen.

Bieten Sie verschiedene Schulungsoptionen in Ihrem LMS an

Jeder Mitarbeiter lernt anders. Um sicherzustellen, dass Ihr gesamtes Team Zugang zu einer für ihn passenden Lernerfahrungen hat, müssen Sie verschiedene Schulungsoptionen anbieten. Während einige Teilnehmer gut auf konventionelle Schulungsmethoden ansprechen, sind diese nicht für alle geeignet. Wenn Sie nur eine Art von Schulung anbieten, benachteiligen Sie viele Teammitglieder.

Eine Differenzierung der Lerninhalte ist wichtig, um die Wirksamkeit für alle Beteiligten zu gewährleisten. Für einige Lernende sind visuelle Inhalte wie Online-Präsentationen und Videos oder virtuelle, von Ausbildern geleitete Kurse wichtig. Andere bevorzugen vielleicht auditives Lernen, daher sollten sie Materialien erhalten, die Informationen vermitteln, aber auch dazu anregen, Fragen zu stellen und Antworten zu hören.

Soziales Lernen

Soziales Lernen ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass Ihr gesamtes Vertriebsteam von der bestmöglichen Schulung profitiert. Ihre Spitzenkräfte haben oft nur wenig Zeit, ihr Wissen weiterzugeben. Deshalb ist es wichtig, ihr Wissen zu erfassen, damit es an andere weitergegeben werden kann. Eine gute Möglichkeit, eine Gemeinschaft mit Ihren weniger erfahrenen Vertriebsmitarbeitern aufzubauen, besteht darin, Ihre Fachexperten Fragen beantworten und ihnen Feedback geben zu lassen. Durch das Lernen von Gleichgesinnten wird auch die Wissensspeicherung verbessert.

Benutzergenerierte Lerninhalte – User Generated Content

Beobachtung und Erklärung sind nur zwei Varianten, wie Menschen lernen. Durch den Einsatz von nutzergenerierten Inhalten können Sie zwei Dinge erreichen: Menschen können anderen ihr Wissen beibringen, indem sie ihre eigenen bewährten Praktiken und Verkaufstaktiken weitergeben, und Mitarbeiter können das Gelernte festigen, indem sie ihre Kollegen beobachten.

Micro-Learning

Heutzutage ist es allgemein bekannt, dass Ihre Teammitglieder weniger lernen, wenn sie große Teile des Materials auf einmal aufnehmen müssen. Das Lernen in kleinen Häppchen, auch bekannt als Micro-Learning, ist sicherlich der richtige Weg. Das macht es nicht nur leichter, den Stoff zu behalten, sondern ist auch ideal für Mitarbeiter, die ständig unterwegs sind oder wenig Zeit für Schulungen haben, wie z. B. Vertriebsmitarbeiter. Vor allem für Ihre Vertriebsmitarbeiter müssen Sie sicherstellen, dass das Lernen schnell, einfach und zuverlässig vonstatten gehen kann. Mit kurzen Lernmaterialien zum Nachschlagen und zur Wissensvertiefung können Ihre Vertriebsmitarbeiter auch dann auf dem Laufenden bleiben, wenn sie viel zu tun haben.

Gamification

Spiele und Spielelemente sind eine großartige Möglichkeit, das Engagement Ihrer Vertriebsmitarbeiter zu fördern, sie wettbewerbsfähig zu machen und sie mit Ihrem Lernmanagementsystem zu verbinden. Das Design eines LMS-Spiels beinhaltet die Durchführung von Wettbewerben, Bestenlisten und die Belohnung der Teilnehmer. Gamification ist auch eine der besten Möglichkeiten, um einen gesunden Wettbewerb zu fördern. Da Vertriebsmitarbeiter in der Regel von Natur aus sehr wettbewerbsorientiert sind, ist Gamification für sie besonders vorteilhaft.

Fazit

Die Einstellung und Schulung erfolgreicher Vertriebsmitarbeiter ist bekanntermaßen schwierig. Für Unternehmen, die stark vom Vertrieb abhängig sind, gibt es keinen Spielraum für Fehler, wenn es darum geht, Vertriebsmitarbeiter auf Erfolgskurs zu bringen. Ohne die richtigen Werkzeuge für eine angemessene und konsequente Schulung erweisen Sie Ihrem Unternehmen und Ihren Mitarbeitern einen Bärendienst. Durch die Implementierung eines erstklassigen Lernmanagementsystems und eines passenden Schulungsplanes können Sie Ihr Vertriebsteam zum Erfolg führen und sicherstellen, dass es engagiert und produktiv bleibt.

LMS und DSGVO – was zu beachten ist

von Andreas Bersch

Bei der Auswahlentscheidung für ein LMS wird aus gutem Grund auf die Vereinbarkeit mit den Anforderungen des Datenschutzes und der DSGVO geachtet. Gerade deutsche oder europäische Unternehmen aus dem Mittelstand sind oft verunsichert, in welchem Umfang die Anforderungen der DSGVO zu beachten sind. Deutsche Unternehmen bevorzugen in der Regel einen deutschen Anbieter, weil dort der […]

Artikel lesen

Aus der Kategorie:

08/09/2022

Was ist Customer Education?

von Sofie Bräutigam

Customer Education (dt. Kundenweiterbildung bzw. Produktschulungen) ist der Prozess der Entwicklung einer formalisierten Schulungsinitiative, die den Kunden hilft, schnell Erfolge mit einem Produkt zu haben und den wahren Wert eines Produkts oder einer Dienstleistung zu erkennen. Sie ist die Kunst, Kunden mit Weiterbildung zu überzeugen. Viele Software Unternehmen setzen bereits auf eine Customer Education Strategie […]

Artikel lesen

Aus der Kategorie:

17/01/2022

Aus der Kategorie:

Straßenschild welchen Herausforderungen symbolisiert für Herausforderungen im e-Learning
Quelle: Unsplash

Wie bei allen Dingen im Leben gibt es auch beim E-Learning Herausforderungen, denen man irgendwann begegnen kann. Egal, ob Sie mit einem Mangel an Budget oder Akzeptanz zu kämpfen haben, mit diesen praktischen Tipps können Sie Ihre größten E-Learning-Herausforderungen meistern. In der Welt der L&D-Teams gehören die Herausforderungen des Lernens und der Entwicklung zum Alltag – vom Kampf gegen langweilige Schulungsinhalte über die Beanspruchung knapper Budgets bis hin zum Kampf gegen die Pandemie. Bei so vielen Hindernissen, die es zu überwinden gilt, kann sich die Durchführung eines betrieblichen Schulungsprogramms manchmal wie ein Spießrutenlauf anfühlen. Deshalb haben wir eine Liste mit den 8 größten Herausforderungen zusammengestellt, mit denen sich L&D-Teams regelmäßig konfrontiert sehen, und Tipps, wie Sie diese bewältigen können.

1. Langweilige Inhalte in tolle E-Learning-Erlebnisse verwandeln

Trockene und langweilige Lerninhalte sind der Fluch jedes L&D-Profis. Sie müssen eine gesunde Dosis an Innovation, Kreativität und alle verfügbaren Ressourcen einsetzen, um sie in etwas Ansprechendes und Aufregendes zu verwandeln. Hier können zum einen sogenannte Social Learning-Tools helfen. Diese ermöglichen es den Lernenden, Fragen zu stellen und Antworten direkt von anderen Nutzern und internen Fachleuten zu erhalten und dieses Wissen dann im gesamten Unternehmen zu teilen. Darüber hinaus können Sie die Kontrolle an Ihre Mitarbeiter abgeben und sie dazu ermutigen, ihre eigenen Lerninhalte zu erstellen (die dann von Ihnen überprüft werden). Dies ist ein großer Bewusstseinswandel, aber er kann wertvolle Ergebnisse generieren und die Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöhen, da diese die Inhalte als relevanter, authentischer und anwendbarer empfinden. Zusätzlich können die Variante des Micro-Learning nutzen oder Blended-Learning-Kurse einbauen.

2. Mangelndes Engagement und fehlende Motivation der Mitarbeiter

Leider wird sich nicht jeder Mitarbeiter zu 100 % auf das E-Learning einlassen. Sie sind vielleicht abgelenkt, beschäftigt oder einfach unmotiviert. Um dem entgegenzuwirken, müssen Sie ihnen interaktive und fesselnde E-Learning-Kurse anbieten, die ihren Interessen entsprechen und auf ihre Ziele abgestimmt sind. Die Mitarbeiter müssen den Wert des E-Learning-Kurses erkennen, wenn Sie wollen, dass sie aktiv daran teilnehmen. Hierbei kann Ihnen das Prinzip des Microlearnings zugutekommen, um das Engagement Ihrer Mitarbeiter zu fördern. Zudem könnten die E-Learning-Kurse an individuelle Jahresziele der Mitarbeiter gekoppelt werden, um die Motivation zu steigern.

3. Vielfalt moderner Technologien

Jedes Jahr gibt es neue technische Tools, Gadgets und Softwares, die Sie zur Verbesserung von E-Learning-Methoden einsetzen können. Bei so viel digitalem Wandel kann es jedoch schwierig sein, zu erkennen, welche neue Lerntechnologie eine Investition wert ist. Nehmen Sie an technischen Konferenzen, Veranstaltungen und Fachmessen teil. Lesen Sie Artikel, Blogs und Rezensionen zu diesen Technologien. So bleiben Sie auf dem Laufenden, was entwickelt wird, und können vor allem feststellen, welche modernen Lernlösungen Ihren Schulungsanforderungen am besten gerecht werden.

4. Gestaltung von E-Learning-Kursen für verschiedene Generationen

Das Publikum Ihrer E-Learning-Kurse setzt sich heute aus vier verschiedenen Generationen zusammen: den Baby Boomers, der Gen X, den Millennials und der Gen Z. Das kann es schwierig machen, generische E-Learning-Erfahrungen für alle zu erstellen, da jede Generation ihre eigenen Merkmale und Bedürfnisse hat. Um dieses Problem zu lösen, sollten Sie so viel wie möglich über die Ziele, Vorlieben und Hintergründe Ihrer Mitarbeiter in Erfahrung bringen, indem Sie Umfragen durchführen oder eine Lernlösung verwenden, die Daten über das Verhalten sammelt, die Sie dann analysieren können. Nutzen Sie Ihre neuen, detaillierten Daten, um Personas von Mitarbeitern zu erstellen, die es Ihnen ermöglichen, die Lerninhalte auf der Grundlage des Erfahrungsstands und des technischen Know-hows jeder Lerngruppe anzupassen.

5. Unrealistische Fristen

Das Geheimnis zur Überwindung unrealistischer Fristen ist volle Transparenz und Ehrlichkeit. Stellen Sie sicher, dass die Personen, die die Fristen festlegen (Direktoren oder leitende Angestellte), über jeden einzelnen Schritt des E-Learning-Prozesses informiert sind, damit sie wissen, wie viel Arbeit in die Bereitstellung von Lernergebnissen fließt, die für das gesamte Unternehmen von Nutzen sind und mit den Unternehmenszielen übereinstimmen.

6. Unerfahrene Partner

Die Herausforderung Nr. 5 ist oft mit der Herausforderung Nr. 6 verbunden. Wenn die Beteiligten nicht mit E-Learning-Initiativen vertraut sind, werden sie sich nicht bewusst sein, wie schwierig der Design- und Entwicklungsprozess sein kann. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie sich vorher mit ihnen zusammensetzen und ihnen erklären, was Sie tun werden, welche Erfolgskriterien Sie haben werden, wie Sie Ihre Ziele erreichen werden und wie oft sie einen Fortschrittsbericht erwarten können. Wenn sie wissen, was hinter den Kulissen vor sich geht, sind sie in der Regel viel kooperativer und verständnisvoller.

7. Knappe Budgets

Nicht alle E-Learning-Projekte werden mit unbegrenzten Budgets ausgestattet. In den meisten Fällen stehen nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung, so dass Sie kreativ werden müssen, um mit dem zu arbeiten, was Ihnen zur Verfügung steht. Bevor Sie mit einem E-Learning-Projekt beginnen, sollten Sie ein detailliertes Budget aufstellen, in dem alle Ausgaben enthalten sind. Vergewissern Sie sich, dass Sie eine realistische Schätzung der Kosten für das Projekt haben, bevor Sie Ihr Angebot einreichen. Andernfalls müssen Sie möglicherweise auf Ihre Gewinnspanne zurückgreifen, um ein Endprodukt zu liefern, das den Erwartungen entspricht.

8. Das perfekte LMS-Tool finden

Wenn Sie sich in der Vergangenheit schon einmal für ein neues E-Learning-Tool oder Learning Management System (LMS) entscheiden mussten, wissen Sie, wie schwierig der Auswahlprozess sein kann. Hierbei ist es ratsam, die Liste der Funktionen, die Sie unbedingt benötigen, einzugrenzen und dann kostenlose Demos und Testversionen in Anspruch zu nehmen. Auf diese Weise können Sie das Tool auswählen, das den Bedürfnissen Ihrer Mitarbeiter und Ihres E-Learning-Entwicklungsteams am besten entspricht.

Fazit

Glücklicherweise überwiegen bei der Arbeit im Bereich L&D die Vorteile bei weitem die Nachteile. Wenn sich von den Herausforderungen nicht einschüchtern lässt und die genannten Tipps beherzigt, kann man das Engagement, die Produktivität, die Effizienz und die Leistung der Mitarbeiter erheblich steigern.

LMS und DSGVO – was zu beachten ist

von Andreas Bersch

Bei der Auswahlentscheidung für ein LMS wird aus gutem Grund auf die Vereinbarkeit mit den Anforderungen des Datenschutzes und der DSGVO geachtet. Gerade deutsche oder europäische Unternehmen aus dem Mittelstand sind oft verunsichert, in welchem Umfang die Anforderungen der DSGVO zu beachten sind. Deutsche Unternehmen bevorzugen in der Regel einen deutschen Anbieter, weil dort der […]

Artikel lesen

Aus der Kategorie:

08/09/2022

Was ist Customer Education?

von Sofie Bräutigam

Customer Education (dt. Kundenweiterbildung bzw. Produktschulungen) ist der Prozess der Entwicklung einer formalisierten Schulungsinitiative, die den Kunden hilft, schnell Erfolge mit einem Produkt zu haben und den wahren Wert eines Produkts oder einer Dienstleistung zu erkennen. Sie ist die Kunst, Kunden mit Weiterbildung zu überzeugen. Viele Software Unternehmen setzen bereits auf eine Customer Education Strategie […]

Artikel lesen

Aus der Kategorie:

17/01/2022

Aus der Kategorie:

Quelle: Unsplash

Angesichts der Corona-Pandemie sind Upskilling- und Reskilling-Maßnahmen für Mitarbeiter unerlässlich geworden und gewinnen immer mehr an Aktualität und Bedarf. Schon vor der Pandemie bestand ein klarer Bedarf an Investitionen in die betriebliche Weiterbildung von Mitarbeitern, um den Anforderungen der sich schnell entwickelnden Branchen gerecht zu werden. Im Januar 2020, nur wenige Monate bevor das volle Ausmaß der Corona-Krise bekannt wurde, prognostizierte das Weltwirtschaftsforum, dass bis 2030 weltweit mehr als eine Milliarde Menschen neu qualifiziert werden müssten, um den Anforderungen der durch die Technologien veränderten Arbeitsplätze gerecht zu werden. Fachleute aus dem Bereich Lernen und Entwicklung (L&D) werden weiterhin eine unverzichtbare Rolle in allen Branchen spielen, wenn es darum geht, auf die Pandemie und ihre Nachwirkungen zu reagieren. Klar ist, dass widerstandsfähige Unternehmen über hochgradig anpassungsfähige Mitarbeiter verfügen müssen, und eine rasche Weiter- und Neuqualifizierung der Mitarbeiter ist eine effektive Lösung, um diesen Bedarf zu decken.

Upskilling vs. Reskilling

Um die Vorteile von Upskilling und Reskilling zu verstehen, muss man zunächst die Unterschiede zwischen beiden Methoden kennen:

  • Upskilling (Fort- oder Weiterbildung) bedeutet, dass Mitarbeiter bestehende Fähigkeiten verbessern, um sich an Veränderungen in ihrer aktuellen Rolle anzupassen: Zum Beispiel kann ein Vertriebsmitarbeiter lernen, Online-Konferenz-Tools zu nutzen, um sich virtuell mit Kunden zu treffen.
  • Reskilling (Umschulung) bedeutet, dass die Mitarbeiter mit neuen Kenntnissen und Fähigkeiten ausgestattet werden, damit sie in einem anderen Bereich des Unternehmens arbeiten können: Zum Beispiel können einem Vertriebsmitarbeiter Social-Media-Kenntnisse vermittelt werden, damit er eine Position im Marketingteam übernehmen kann.

Vorteile von Upskilling und Reskilling

Investitionen in Weiterbildungs- und Umschulungsinitiativen haben eindeutige Vorteile gegenüber der Ausbildung neuer Mitarbeiter. Durch Upskilling und Reskilling kann:

  • die Möglichkeit neuer Aufgaben eröffnet werden: Der vielleicht größte Vorteil von Upskilling und Reskilling besteht darin, dass beide Methoden es Mitarbeitern ermöglichen, neue Aufgaben und Funktionen zu übernehmen.
  • die Zusammenarbeit verstärkt werden: Sowohl Upskilling als auch die Reskilling beinhalten häufig Hospitationen, funktionsübergreifende Zusammenarbeit und gemeinsames Lernen – all dies stärkt die Teams und fördert die gemeinsamen Ziele.
  • die Produktivität, das Vertrauen und die Arbeitszufriedenheit gesteigert werden: Upskilling- und Reskilling-Initiativen statten Mitarbeiter mit dem Wissen und den Fähigkeiten aus, die sie benötigen, um produktive Mitglieder des Unternehmens zu sein. Darüber hinaus kann diese Schulung die Mitarbeiterbindung fördern, indem sie das Vertrauen, die Motivation und die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter erhöht.
  • langfristig für niedrigere Einstellungskosten gesorgt werden: Wenn Mitarbeiter sich weiterbilden und umschulen lassen, sinkt die Notwendigkeit, neue Mitarbeiter einzustellen oder freie Stellen zu besetzen.

Wertvolle Fähigkeiten für die Zeit nach der Pandemie

Bei der Entwicklung von Weiterbildungs- und Umschulungsprogrammen ist es wichtig, dass sich die Ausbilder auf die Fähigkeiten konzentrieren, die für die Zeit nach der Pandemie am besten geeignet sind. Wenn sich die Unternehmen an die Gegebenheiten nach der Corona-Pandemie anpassen, müssen sie unter Umständen schnell Rollen und Verantwortlichkeiten wechseln – und das oft bei knappem Personalbestand. Mitarbeiter, die eine Vielzahl von Fähigkeiten beherrschen, verfügen über die nötige Flexibilität, um diese Anforderungen zu erfüllen. Einige der wichtigsten Fähigkeiten für diese Zeiten sind:

  • Eine flexible, wachstumsorientierte Denkweise: Um sich an die neue Normalität anzupassen, müssen die Mitarbeiter offen für Veränderungen und Wachstum sein. Indem sie ihnen helfen, diese Einstellung zu entwickeln, können L&D-Fachleute es den Mitarbeitern ermöglichen, eine Vielzahl von Fähigkeiten zu erlernen, ihre Selbstmotivation zu verbessern und die Gewohnheiten flexibler, lebenslanger Lerner zu kultivieren.
  • Emotionale Intelligenz: Die Pandemie hat erhebliche psychologische Auswirkungen auf alle Bevölkerungsschichten. Ausbilder haben die Möglichkeit, Mitarbeitern zu helfen, ihre Gefühle zu erkennen und auszudrücken sowie ihre Kollegen zu unterstützen. Emotionale Intelligenz kann zu einer stärkeren Zusammenarbeit, einem größeren Teamzusammenhalt und einer höheren Arbeitszufriedenheit führen.
  • Kommunikation: Starke Kommunikation schafft Stabilität, indem sie Teams und Manager auf den gleichen Kenntnisstand bringt, Probleme aufdeckt und Teammitglieder ermutigt, ihre Erkenntnisse und Lösungen einzubringen.
  • Kritisches und kreatives Denken: Mitarbeiter, die neugierig bleiben, eine hohe Ambiguitätstoleranz haben und in der Lage sind, Probleme aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten, sind gut gerüstet, um die Herausforderungen nach der Pandemie zu meistern.
  • Wohlbefinden: Schulungen, die das körperliche, geistige, emotionale und berufliche Wohlbefinden der Mitarbeiter verbessern, können das Stressniveau senken, Burnout verhindern, die Widerstandsfähigkeit stärken und die Kreativität und Produktivität steigern.
  • Einsatz von Technologie: Durch den Übergang zur Telearbeit und zum Online-Geschäft sind Technologien wie automatisierte Systeme, künstliche Intelligenz und Informationssicherheit wichtiger denn je. Eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Mitarbeiter auf die Zukunft vorzubereiten, besteht darin, ihnen zu helfen, mehr technisches Wissen zu erwerben.

Strategien und bewährte Praktiken

Unabhängig davon, ob sie planen, ihre Mitarbeiter weiterzubilden oder umzuschulen, ist es wichtig, dass L&D-Experten mit einer klaren Strategie beginnen. Die folgenden fünf Schritte können auf die spezifischen Bedürfnisse jedes Teams, jeder Gruppe oder Branche zugeschnitten werden:

1. Führen Sie eine Analyse durch.

Um das Budget, den Zeitplan und den Umfang zu bestimmen, ist es ratsam, die Upskilling- und Reskilling-Projekte im Vorfeld zu analysieren. Identifizieren Sie kritische Rollen und Verantwortlichkeiten, Leistungsmaßstäbe und Kernkompetenzen. Konzentrieren Sie sich auf die wertvollsten Fähigkeiten und Einstellungen, die die Zielgruppen benötigen, um sowohl jetzt als auch in Zukunft erfolgreich zu sein – z. B. Technologieeinsatz, schnelles Lernen und emotionale Intelligenz. Machen Sie eine Bestandsaufnahme des aktuellen Kompetenzniveaus und der vorhandenen Ressourcen und Technologien. Nicht bei Null anfangen zu müssen, spart Zeit, Geld und Energie. Die in der Analysephase gesammelten Daten fließen in andere Aspekte der Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen ein. Mehr Informationen im Vorfeld liefern aussagekräftige Erkenntnisse, die für eine erfolgreiche Planung und Durchführung erforderlich sind und ein Gefühl der Sicherheit vermitteln können.

2. Legen Sie Lernziele fest und definieren Sie, wie diese gemessen und bewertet werden sollen.

Die Leistung der Mitarbeiter wird letztendlich der Bewertungsschwerpunkt sein und zur Erreichung der Unternehmensziele führen. Beginnen Sie daher alle Umschulungs- und Weiterbildungsinitiativen mit klaren, leistungsbezogenen Zielen. Auf diese Weise wird der gesamte Prozess von der Konzeption bis zur Bewertung aufeinander abgestimmt. Außerdem wird so sichergestellt, dass der Schwerpunkt auf dem Verhalten der Mitarbeiter und der Anwendung der Fähigkeiten liegt – und nicht nur auf den Inhalten.

3. Setzen Sie Prioritäten bei den Schulungsergebnissen auf der Grundlage des unmittelbaren Bedarfs, der potenziellen Wirkung und der Einfachheit der Durchführung.

In Zeiten des schnellen Wandels kann es schwierig sein, genau zu bestimmen, was am Wichtigsten ist. Um diese Herausforderung zu meistern, sollten Sie zunächst feststellen, welche Aufgaben am dringendsten sind. Beurteilen Sie dann, welche dieser dringenden Aufgaben die größten Auswirkungen auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter und die Unternehmensziele haben werden. Schätzen Sie schließlich ab, welche der dringlichsten Aufgaben einen hohen Arbeitsaufwand erfordern und welche ohne großen Aufwand entwickelt und umgesetzt werden können. Denken Sie bei der Festlegung Ihrer Prioritäten daran, dass es oft am produktivsten und effizientesten ist, die schwierigen Aufgaben zuerst in Angriff zu nehmen.

4. Ziehen Sie ein Pilotprojekt in Betracht und ändern Sie Ihre Pläne je nach den Ergebnissen.

Das Ausprobieren von Umschulungs- und Weiterbildungsprogrammen in einem Pilotprojekt liefert wertvolle Daten über ihre Durchführbarkeit und Wirksamkeit, bevor sie umgesetzt werden. Betrachten Sie dies als eine Art Generalprobe oder Soft Opening. Wenn Sie Ihre Pläne auf der Grundlage der Daten aus dem Pilotprojekt überarbeiten, erhöhen Sie die Chancen, dass das Programm von den Mitarbeitern angenommen wird, und steigern den Gesamterfolg des Projekts.

5. Führen Sie die Schulungen durch und werten Sie sie aus, um sie zu verbessern.

Führen Sie nach dem Start der Weiterbildungs- und Umschulungsinitiativen Bewertungen durch und erstellen Sie einen Bericht über die gewonnenen Erkenntnisse. Denken Sie daran, dass sich die Evaluierung der Schulung auf mehrere Ergebnisse konzentrieren sollte. Achten Sie darauf, dass Sie ein bewährtes Evaluierungsmodell für Schulungen verwenden. Für welches Modell Sie sich auch entscheiden, die bei der Evaluierung gesammelten Daten ermöglichen es Ihnen, Ihr Programm zu verbessern.

Fazit

Unabhängig davon, ob ein Unternehmen über bestehende, funktionierende Schulungsprogramme verfügt, wird die Mitarbeiterentwicklung niemals effektiv sein, wenn das Arbeitsumfeld kein kontinuierliches Lernen zulässt – und fördert. Unternehmen müssen eine Kultur der ständigen Weiterentwicklung unterstützen, die in der Lage ist, den allgemeinen Wandel in der Branche zu erkennen und entsprechende Schulungen anzubieten, um die Herausforderungen zu bewältigen, die sich aus solchen Veränderungen ergeben können. Die Vorteile und der Wert von Aus- und Weiterbildung wirken wie ein Dominoeffekt: Führungskräfte fühlen sich kompetent und können die Leistung ihrer Mitarbeiter effizient beeinflussen; qualifizierte und engagierte Mitarbeiter führen zu einer hohen Arbeitszufriedenheit, einem hohen Engagement und damit zu einer hohen Mitarbeiterbindung; die Verbesserung der Belegschaft und das Engagement kommen dem Gesamtgewinn eines Unternehmens zugute. Unabhängig von der Art der Schulungs- und Entwicklungsmaßnahmen müssen diese auf die künftigen Fähigkeiten am Arbeitsplatz abgestimmt sein, die Geschäftsziele des Unternehmens unterstützen und auf innovative Weise durchgeführt werden, die den digitalen Wandel im Unternehmen widerspiegelt.

LMS und DSGVO – was zu beachten ist

von Andreas Bersch

Bei der Auswahlentscheidung für ein LMS wird aus gutem Grund auf die Vereinbarkeit mit den Anforderungen des Datenschutzes und der DSGVO geachtet. Gerade deutsche oder europäische Unternehmen aus dem Mittelstand sind oft verunsichert, in welchem Umfang die Anforderungen der DSGVO zu beachten sind. Deutsche Unternehmen bevorzugen in der Regel einen deutschen Anbieter, weil dort der […]

Artikel lesen

Aus der Kategorie:

08/09/2022

Was ist Customer Education?

von Sofie Bräutigam

Customer Education (dt. Kundenweiterbildung bzw. Produktschulungen) ist der Prozess der Entwicklung einer formalisierten Schulungsinitiative, die den Kunden hilft, schnell Erfolge mit einem Produkt zu haben und den wahren Wert eines Produkts oder einer Dienstleistung zu erkennen. Sie ist die Kunst, Kunden mit Weiterbildung zu überzeugen. Viele Software Unternehmen setzen bereits auf eine Customer Education Strategie […]

Artikel lesen

Aus der Kategorie:

17/01/2022

Aus der Kategorie:

Quelle: Unsplash

Das Prinzip des Micro-Learnings hat zweifellos erhebliche Vorteile in die Welt des E-Learnings gebracht. Aber wie jede andere Lernmethode hat es seine Vor- und Nachteile, die L&D-Führungskräfte immer im Hinterkopf behalten sollten. Werfen wir einen Blick auf die 9 Herausforderungen von Micro-Learning:

1. Beschränkung auf wenige Konzepte

Der Hauptzweck von Micro-Learning besteht darin, das Lernen mit kurzen Informationsblöcken zu ermöglichen, die in kurzer Zeit aufgenommen werden können. Eine Herausforderung beim Micro-Learning besteht darin, dass Sie nur einige wenige Inhalte pro Lerneinheit anbieten können – Sie können nicht in die Tiefe gehen oder Teilbereiche besuchen, es sei denn, Sie erstellen Micro-Lessons speziell für diese zusätzlichen Bereiche. Wenn Sie also eine große Menge an Schulungen haben, die Ihre Mitarbeiter im Detail verstehen müssen, müssen Sie sich bewusst sein, dass die Implementierung der Inhalte in Micro-Learning-Nuggets sehr aufwändig ist.

2. Weniger Engagement der Lernenden

Da Mikrokurse relativ kurz und schnell sind, erfordern sie von den Lernenden nur ein geringes Engagement. Sicher, sie passen in ihren vollen Terminkalender, aber sie könnten auch das Interesse verlieren, wenn sie nur wenig Nutzen in Ihrer Schulungsinitiative sehen. Schlimmer noch, einige werden sich nicht einmal die Mühe machen, an den Kursen teilzunehmen. Um Ihr Team zu ermutigen und zu motivieren, an den Kursen teilzunehmen, sollten Sie sich überlegen, wie Sie Ihr Micro-Learning unterhaltsamer und interaktiver gestalten können, z. B. durch Spiele und Quizfragen, Infografiken, Videos und Aufzeichnungen und vieles mehr.

3. Risiken des fragmentierten Lernens

Eine weitere Herausforderung beim Micro-Learning ist das Risiko des fragmentierten Lernens, wenn es nicht richtig gehandhabt wird. Zugegeben, diese Art des Lernens führt zu einer höheren Teilnahmerate, als wenn Sie Ihre Mitarbeiter bitten, ein 50-seitiges Modul zu lesen oder eine einstündige Videovorlesung anzusehen. Aber es ist nutzlos und einfach frustrierend, wenn die Kursinhalte ohne jegliche Struktur zusammengestellt werden. Wenn Sie also Ihre Schulungen in kleine Learn-Nuggets aufteilen, ist es wichtig, dass sie dennoch in sich stimmig und miteinander verbunden sind.

4. Die Vorbereitung kann zeitaufwändig sein

Micro-Learning liefert mundgerechte Lektionen, also sollten sie zeitsparend sein. Leider kann die Planung und Verwaltung für Schulungsleiter ziemlich zeitaufwändig sein. Sie müssen Ihr vorhandenes Lernmaterial in Micro-Learning-Nuggets umstrukturieren und sicherstellen, dass sie für Ihr Team ansprechend sind.

5. Niedrigere Lernerwartungen

Die Art und Weise, wie Sie Ihr Micro-Learning strukturieren, wirkt sich erheblich auf die Lernerwartungen Ihrer Mitarbeiter aus. Wenn die Mitarbeiter glauben, dass sie durch Ihre mundgerechten Lektionen nur eine minimale Verbesserung erzielen, wird es schwer sein, sie davon zu überzeugen, sich mehr anzustrengen und etwas härter zu arbeiten. Legen Sie daher am besten gleich zu Beginn Ihres Programms ein Lernziel für Ihre Mitarbeiter fest und machen Sie ihnen vor allem klar, wie diese Art des Lernens zur Verbesserung ihrer Fähigkeiten und Qualifikationen beitragen wird.

6. Gamified Micro-Learning kann verwirrend und ablenkend sein

Gamified Micro-Learning bringt Farbe in ansonsten langweilige und eintönige Schulungsprogramme – es motiviert die Lernenden, verbessert das Engagement in den Kursen und erhöht die Teilnahmerate. Die Vorteile sind unbestritten, aber sie bringen auch eine Reihe von Herausforderungen mit sich. Schlecht konzipierte Spiele sind häufig verwirrend, was wiederum zu Desinteresse führt. Das konterkariert den gesamten Zweck Ihres gamifizierten Trainings. Einige Online-Spiele können Ihre Mitarbeiter auch von ihren Lernzielen ablenken. Wenn Sie darüber nachdenken, Ihre Microlessons mit Spielen zu gestalten, sollten Sie zunächst einige Zeit damit verbringen, Ihre Strategien zu bewerten und zu planen. Der Schlüssel dazu ist, ein Gleichgewicht zwischen Einfachheit und Spaß zu finden, um sicherzustellen, dass sie gleichzeitig ansprechend und informativ sind.

7. Schwierigere Verfolgung des Trainingsfortschritts

Der beste Weg, die Wirksamkeit Ihres Schulungsprogramms zu bestätigen, ist die Verfolgung des Fortschritts. Sie müssen wissen, wie viele Teilnehmer ihre Kurse freigeschaltet und abgeschlossen haben, und wenn möglich, wie viel Zeit sie mit den Lektionen verbracht haben. Bei Micro-Learning müssen Sie mehr Kurse überwachen, was den gesamten Nachverfolgungsprozess etwas komplizierter und zeitaufwändiger macht.

8. Das Gesamtbild kann übersehen werden

Das große Ganze im Auge zu behalten, ist entscheidend für den Unternehmenserfolg. Es veranlasst Ihr Team, über seine Fähigkeiten hinaus zu denken und zu handeln, zu groß angelegten Initiativen beizutragen und schnell Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Wenn sie sich jedoch zu sehr daran gewöhnen, nur kleine Teile von Fähigkeiten und Informationen aufzunehmen, verlieren sie möglicherweise den Blick für das große Ganze. Das kann sie in verschiedene Richtungen ziehen und sie überfordert und erschöpft zurücklassen, noch bevor sie ihre Ziele erreicht haben. Hier kann es sinnvoll sein am Ende jedes Kurses ein Quiz einzubauen, um den Lernerfolg auch wirklich sicherzustellen.

9. Kollision mit langfristigen Zielen

Meistens konzentrieren sich Microlessons nur auf kurzfristige Ziele; sie decken nur ein einziges Lernziel ab, etwas, das Ihre Mitarbeiter bald erreichen sollen. Wenn Ihr Ziel beispielsweise darin besteht, jeden Tag einen exzellenten Kundenservice zu bieten, könnte die Einführung von täglichen oder wöchentlichen Mikrokursen die Leistung Ihres Teams verbessern. Wenn Ihr langfristiges Ziel jedoch darin besteht, am Ende des Jahres eine Kundenzufriedenheit von 100 % zu erreichen, müssen Sie in tiefer gehende Schulungen investieren, um das Potenzial Ihrer Mitarbeiter zu maximieren und ihnen bei der Entwicklung neuer Fähigkeiten und Kompetenzen zu helfen.

Fazit

Jede Schulungsstrategie hat ihre Nachteile, und Micro-Learning ist da keine Ausnahme. In diesem Artikel haben wir einen Blick auf die wichtigsten Nachteile dieser beliebten Schulungsform geworfen: Sie kann nur einige wenige Konzepte auf einmal unterstützen, sie eignet sich nicht gerade für komplexe Schulungen mit langfristigen Zielen, und sie kann vor allem bei schlechtem Management zu fragmentiertem und unzusammenhängendem Lernen führen. Aber trotz all dieser Herausforderungen bleibt es eine ultimative Alternative gegenüber einer tagelangen, langweiligen Konferenz und stundenlangen Schulungen mit statischen PowerPoint-Präsentationen und dicken Modulen. Sie lässt alle irrelevanten Informationen weg und konzentriert sich stattdessen auf die Inhalte, die wirklich wichtig sind. Und da es im Durchschnitt nur 10 Minuten oder weniger dauert, bleibt das Wissen besser im Gedächtnis, ohne dass Ihr Gehirn überlastet wird. Lassen Sie also diese großartige Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen, sondern nehmen Sie die Herausforderungen an und erschließen sich alle Vorteile des Micro-Learnings.