Compliance Glossar: Begriffe aus Compliance und Unternehmensführung Über dieses Glossar Das Compliance Glossar erklärt zentrale Begriffe aus Compliance, Korruptionsprävention und verantwortungsvoller Unternehmensführung in einfacher Sprache. Die Einträge nennen die wichtigsten Rechtsgrundlagen und zeigen, was die Begriffe im Arbeitsalltag bedeuten. Sie ersetzen keine Rechtsberatung. Begriffe von A bis Z Aufsichtspflicht: Die Aufsichtspflicht nach § 130 OWiG verpflichtet Inhaber und Geschäftsleitung, durch geeignete Maßnahmen Gesetzesverstöße im Unternehmen zu verhindern. Business Partner Due Diligence: Business Partner Due Diligence ist die systematische Prüfung von Geschäftspartnern auf Integritätsrisiken wie Korruption, Sanktionen oder Menschenrechtsverstöße. Compliance-Beauftragter: Ein Compliance-Beauftragter, oft auch Compliance Officer genannt, koordiniert im Unternehmen alle Maßnahmen zur Einhaltung von Gesetzen und internen Regeln. Compliance-Management-System: Ein Compliance-Management-System (CMS) ist die Gesamtheit aller Regeln, Prozesse und Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen sicherstellt, dass Gesetze und interne Vorgaben eingehalten werden. Compliance-Risikoanalyse: Die Compliance-Risikoanalyse ist die systematische Erfassung und Bewertung der Rechtsrisiken eines Unternehmens. Exportkontrolle: Exportkontrolle umfasst alle Regeln, die die Ausfuhr bestimmter Güter, Technologien und Software beschränken oder genehmigungspflichtig machen. Facilitation Payments: Facilitation Payments sind kleine Zahlungen an Amtsträger, um eine Routinehandlung zu beschleunigen, auf die eigentlich ein Anspruch besteht, etwa eine Zollabfertigung oder einen Stempel. Interne Meldestelle: Eine interne Meldestelle ist die Stelle im Unternehmen, an die Beschäftigte Hinweise auf Rechtsverstöße vertraulich melden können. Legalitätspflicht: Die Legalitätspflicht verpflichtet Vorstand und Geschäftsführung, sich selbst an alle Gesetze zu halten und dafür zu sorgen, dass auch das Unternehmen rechtmäßig handelt. Sanktionslistenprüfung: Bei der Sanktionslistenprüfung gleichen Unternehmen Geschäftspartner mit offiziellen Listen sanktionierter Personen und Organisationen ab. Tone from the Top: Tone from the Top bezeichnet die Haltung der Unternehmensleitung zu Regeltreue und Integrität, die sie durch Worte und vor allem durch eigenes Verhalten vermittelt. Vier-Augen-Prinzip: Das Vier-Augen-Prinzip bedeutet, dass wichtige Entscheidungen oder Vorgänge nicht von einer Person allein getroffen werden dürfen. Vorteilsannahme: Vorteilsannahme liegt vor, wenn ein Amtsträger für seine Dienstausübung einen Vorteil fordert, sich versprechen lässt oder annimmt. Ausführliche Ratgeber Diese Themen behandeln wir in eigenen, ausführlichen Beiträgen: AGG-Schulung Code of Conduct Compliance-Richtlinien Compliance-Verstoß CSDDD ESG-Kriterien EU AI Act Geldwäscheprävention Geschäftsgeheimnisgesetz Hinweisgeberschutzgesetz Interessenkonflikte IT-Compliance Kartellrecht-Compliance KI-Nutzungsrichtlinie KI-Schulungspflicht Korruptionsprävention Lieferkettengesetz Pflichten der Geschäftsführung Pflichtschulungen Angrenzende Bereiche Datenschutz und Arbeitsschutz haben eigene Glossare: Begriffe rund um die DSGVO finden Sie im Datenschutz Glossar, Begriffe zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit im Arbeitsschutz Glossar. Passende Schulungen Für die Praxis gibt es passende E-Learnings, z. B. zu den Themen Compliance, Antikorruption und Exportkontrolle. Alle Themen finden Sie im Kurskatalog. Zurück zur Übersicht aller Glossare. Häufig gestellte Fragen Ersetzt das Compliance Glossar eine Rechtsberatung?Nein. Die Einträge bieten eine verständliche Orientierung. Für konkrete Fragen im Einzelfall wenden Sie sich an Ihre Rechtsabteilung oder eine Kanzlei. Wo finde ich Begriffe zu Datenschutz und Arbeitsschutz?Beide Bereiche haben eigene Glossare, die auf dieser Seite verlinkt sind. So finden Sie schneller, was Sie suchen. Wie aktuell sind die Einträge?Wir prüfen die Einträge regelmäßig und passen sie bei Gesetzesänderungen an.