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Weiterbildung digitalisieren: in 5 einfachen Schritten starten

Erstellt am: 2. September 2021
Zuletzt aktualisiert am: 1. Juni 2026
Sofie Bräutigam
Sofie Bräutigam
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Weiterbildung digitalisieren in der Praxis: Mitarbeiter nimmt an einer digitalen Schulung am Laptop teil

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Schulungsbedarf ermitteln: Befragen Sie Ihr Team, um Weiterbildung gezielt dort anzusetzen, wo Lücken bestehen.
  • Lernziele definieren: Klare Ziele helfen, die richtigen Inhalte und Formate auszuwählen.
  • Digitale Bereitstellung wählen: Bestehendes Material lässt sich effizient über eine Lernplattform integrieren.
  • Lerninhalte strategisch auswählen: Zwischen Eigenproduktion und eingekauften Inhalten sinnvoll abwägen.
  • Feedback einholen: Rückmeldungen verbessern die Qualität kontinuierlich und erhöhen die Akzeptanz.

Sie möchten Ihre Weiterbildung digitalisieren, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen? Für viele Personalverantwortliche wirkt die Aufgabe zu Beginn komplex und teuer. Mit der richtigen Reihenfolge und einem agilen Vorgehen gelingt der Einstieg aber einfach und schnell. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Schritte.

Gerade im Mittelstand ist es ein wichtiger Schritt, die Weiterbildung zu digitalisieren, um den Skill Gap und fehlende digitale Kompetenzen im Unternehmen zu schließen. Upskilling und Reskilling sind oft einfacher zu realisieren, als qualifizierte neue Mitarbeitende einzustellen. Bevor wir zu den Schritten kommen: Falls Sie noch überzeugt werden möchten, lesen Sie zunächst, warum sich digitale Weiterbildung für Unternehmen lohnt. Wenn Sie bereit für die Umsetzung sind, geht es hier direkt los.

Inhalt

1. Schulungsbedarf ermitteln
2. Lernziel definieren
3. Digitale Bereitstellung
4. Lerninhalte
5. Feedback einholen
6. Fazit

1. Schritt: Schulungsbedarf ermitteln

Bevor Sie Ihre Weiterbildung digitalisieren, müssen Sie zuerst den Schulungsbedarf Ihrer Mitarbeitenden ermitteln. Manchmal braucht ein Team – wider Erwarten – keine breite Schulung, weil bereits Grundwissen vorhanden ist. Oft genügen gezielte Schulungen zu einzelnen Themen.

Methodisch hilft hier eine Bildungsbedarfsanalyse: Sie gleicht das benötigte Soll-Niveau mit den vorhandenen Qualifikationen (Ist-Zustand) ab und macht so Qualifizierungsdefizite sichtbar. Um Kosten zu sparen und Mitarbeitende nur dort weiterzubilden, wo Lücken bestehen, sollten Sie Ihr Team befragen – zum Beispiel über eine Online-Umfrage. So fragen Sie gezielt den aktuellen Wissensstand ab und holen Wünsche zu Schulungsthemen ein.

2. Schritt: Lernziel definieren

Ebenso wichtig wie die Bedarfsermittlung ist es, die Lernziele zu definieren. Sollen Ihre Mitarbeitenden theoretische oder praktische Fähigkeiten erlangen? Welche Themenbereiche halten Sie für wichtig, welche nennen die Mitarbeitenden in der Umfrage? Klare Lernziele helfen auch dabei, die richtige Art der Lerninhalte auszuwählen, denn nicht jedes Format eignet sich für jeden Inhalt. Wer die Weiterbildung digitalisieren möchte, erzielt schnelle Erfolge vor allem dadurch, bestehendes Material in digitale Formate zu überführen.

3. Schritt: Digitale Bereitstellung

Wenn Sie Ihre Weiterbildung digitalisieren, lässt sich bestehendes Material oft in vorhandenen Software-Umgebungen ausspielen, etwa im Intranet oder über Microsoft Teams. Der Vorteil: Die meisten Beschäftigten nutzen diese Umgebung ohnehin. Allerdings haben solche Lösungen Grenzen.

Sobald Lerninhalte in Lernpfaden geordnet, nur bestimmten Gruppen angeboten oder der Lernerfolg ausgewertet werden soll, lohnt sich ein LMS (Learning Management System). Moderne Lernplattformen sind cloudbasiert, modular aufgebaut und in wenigen Tagen eingerichtet. Welche Anforderungen ein LMS erfüllen sollte, lesen Sie in unserer LMS-Checkliste.

4. Schritt: Lerninhalte – Make or Buy?

Sobald Sie Ihre Weiterbildung digitalisieren, stellt sich bei den Lerninhalten die Frage: selbst erstellen oder einkaufen? Standardinhalte (z. B. Schulungen zu Soft Skills, Datenschutz oder Compliance) sollten Sie nur im Ausnahmefall selbst produzieren. Diese Inhalte lassen sich einkaufen oder lizenzieren, da sie schnell veralten und regelmäßig aktualisiert werden müssen – das übernimmt dann der jeweilige Content-Anbieter.

Sollen hingegen unternehmensspezifische Inhalte vermittelt werden, setzen Sie auf Eigenproduktion. Die kostenintensive externe Produktion durch Agenturen kommt im Mittelstand meist nicht infrage. Die einfachste Form, neue Lerninhalte zu erstellen: PowerPoint-Präsentationen als Screencast einsprechen oder einfache Lernvideos produzieren.

5. Schritt: Feedback einholen

Feedback von Ihren Mitarbeitenden einzuholen ist ein essenzieller Schritt, wenn Sie Ihre Weiterbildung digitalisieren. Ihre Lerninhalte müssen zu Beginn nicht perfekt sein. Produzieren Sie lieber pragmatisch und authentisch und bitten Sie Ihr Team anschließend um Verbesserungsvorschläge. Dasselbe gilt für die Lernplattform und das Anlegen Ihrer Kurse. So fühlen sich Mitarbeitende nicht vor vollendete Tatsachen gestellt, sondern werden aktiv in die Digitalisierung der Weiterbildung eingebunden – das erhöht die Akzeptanz spürbar.

Weiterbildung digitalisieren: Trainerin erklärt am Flipchart die Strategie für die digitale Schulung im Unternehmen

Fazit: So gelingt die digitale Weiterbildung

Wenn Sie Ihre Weiterbildung digitalisieren, profitieren Unternehmen und Mitarbeitende gleichermaßen. Bestehende Schulungen lassen sich ohne großen Aufwand digital einer beliebig großen Zahl von Teilnehmenden zur Verfügung stellen, wodurch die Kosten von Präsenzveranstaltungen entfallen. Mitarbeitende genießen volle zeitliche und örtliche Flexibilität, können Inhalte beliebig oft wiederholen und im eigenen Tempo lernen. Mit der richtigen Reihenfolge – Bedarf, Ziele, Bereitstellung, Inhalte, Feedback – gelingt der Einstieg pragmatisch und schnell.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet es, Weiterbildung zu digitalisieren?

Weiterbildung digitalisieren heißt, Schulungen und Lerninhalte von Präsenzformaten in digitale Formate zu überführen – etwa als Lernvideos, Quizze oder Online-Kurse auf einer Lernplattform. Mitarbeitende lernen dadurch ortsunabhängig und im eigenen Tempo.

Wie fange ich an, meine Weiterbildung zu digitalisieren?

Beginnen Sie mit der Ermittlung des Schulungsbedarfs, etwa über eine Mitarbeiterbefragung. Anschließend definieren Sie Lernziele, wählen die digitale Bereitstellung, entscheiden über Eigenproduktion oder Einkauf der Inhalte und holen kontinuierlich Feedback ein.

Brauche ich ein LMS, um Weiterbildung zu digitalisieren?

Nicht zwingend für den allerersten Schritt – einfache Inhalte lassen sich auch über Intranet oder Microsoft Teams bereitstellen. Sobald Sie Lernpfade abbilden, Inhalte gezielt zuweisen oder den Lernerfolg auswerten möchten, ist ein LMS jedoch die effizientere Lösung.

Sollte ich Lerninhalte selbst erstellen oder einkaufen?

Standardthemen wie Datenschutz oder Compliance kaufen Sie am besten ein, da sie regelmäßig aktualisiert werden müssen. Unternehmensspezifische Inhalte produzieren Sie selbst – etwa als Screencast oder einfaches Lernvideo.

Wie lange dauert es, Weiterbildung zu digitalisieren?

Moderne, cloudbasierte Lernplattformen sind in wenigen Tagen einsatzbereit. Wie schnell die gesamte Umstellung gelingt, hängt vor allem davon ab, wie viel bestehendes Material Sie digitalisieren und wie viele neue Inhalte Sie erstellen.

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